Haushalt & Energie

Ersparnis pro Grad berechnen

Tragen Sie Ihre jährlichen Heizkosten, die geplante Absenkung, die Ersparnis je Grad und den Anteil der Heizzeit ein, in dem abgesenkt wird.

Ihre Heizung
Faustregel etwa 6 Prozent, je nach Gebäude 5 bis 8.
100 für dauerhaft, etwa 35 bis 50 für nur nachts.
Ergebnis

Wie viel spart ein Grad weniger?

Die Raumtemperatur ist der einfachste Hebel für niedrigere Heizkosten. Als Faustregel gilt: Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie. Der Grund ist, dass der Wärmeverlust durch Wände, Fenster und Lüftung vom Temperaturunterschied zwischen innen und außen abhängt. Ist dieser Unterschied kleiner, fließt weniger Wärme ab.

Der Rechner wendet diese Faustregel auf Ihre Heizkosten an. Bei 1.200 Euro im Jahr und einem Grad weniger sparen Sie etwa 72 Euro, also sechs Euro im Monat. Wer nur nachts um zwei Grad absenkt, also in etwa der Hälfte der Heizzeit, kommt auf eine ähnliche Ersparnis. Die Ersparnis je Grad können Sie an Ihr Gebäude anpassen.

Der Zeitanteil berücksichtigt, ob Sie dauerhaft oder nur zu bestimmten Zeiten absenken, etwa nachts oder während der Arbeitszeit. Die Ersparnis wird linear gerechnet; bei großen Absenkungen ist das eine grobe Näherung, deshalb ist das Ergebnis auf 90 Prozent begrenzt.

Ersparnis=Heizkosten×Ersparnisje Grad×Absenkung in Grad×Anteil der Heizzeit\text{Ersparnis} = \text{Heizkosten} \times \text{Ersparnis}\quad \text{je}\ \text{Grad} \times \text{Absenkung in Grad} \times \text{Anteil der Heizzeit}

Beispiel: 1.200 Euro Heizkosten, 1 Grad weniger, 6 Prozent je Grad, dauerhaft: Ersparnis 72 Euro pro Jahr (6 Prozent) oder 6 Euro im Monat, Heizkosten danach 1.128 Euro. Zwei Grad nur in der Hälfte der Zeit ergeben ebenfalls 72 Euro.

Richtig absenken ohne Schaden

Empfohlen werden für Wohnräume meist 19 bis 21 Grad, für Schlafzimmer 16 bis 18 Grad und für die Küche etwa 18 Grad. Räume sollten nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad auskühlen, weil sich sonst an kalten Außenwänden Feuchtigkeit niederschlagen und Schimmel bilden kann. Regelmäßiges Stoßlüften bleibt auch bei niedrigeren Temperaturen wichtig.

Die nächtliche Absenkung lohnt sich vor allem in schlecht gedämmten Gebäuden mit schnell reagierender Heizung. Bei Fußbodenheizungen und Wärmepumpen ist eine starke Absenkung oft wenig sinnvoll, weil das Aufheizen am Morgen viel Energie braucht und die Wärmepumpe dann mit ungünstiger Vorlauftemperatur arbeitet. Hier sind kleine, gleichmäßige Absenkungen günstiger.

Programmierbare Thermostate helfen, Temperaturen automatisch nach Tageszeit und Anwesenheit zu steuern. Den Effekt zusätzlicher Maßnahmen wie Dämmung oder neuer Fenster zeigt der Fenstertausch-Rechner, die eigenen Heizkosten der Heizkosten-Rechner. Weitere Sparideen berechnet der Heizkosten-sparen-Rechner.

Die Faustregel ist eine Orientierung. Der tatsächliche Effekt hängt von Dämmstandard, Außentemperatur, Heizsystem und Nutzerverhalten ab. In Mehrfamilienhäusern mit Heizkostenverteilung wirkt sich die Ersparnis nur auf den verbrauchsabhängigen Anteil der Kosten aus; der Grundkostenanteil bleibt.

Tipps und typische Fehler

Temperatur klug senken.

  • Thermostat: Programmieren.
  • Schlafzimmer: Kühler.
  • Untergrenze: 16 Grad.
  • Lüften: Stoßweise.

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Häufige Fragen

Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?

Als Faustregel rund 6 Prozent der Heizkosten.

Lohnt sich die Nachtabsenkung?

In schlecht gedämmten Häusern meist ja, bei Wärmepumpen oft kaum.

Wie weit darf ich die Temperatur senken?

Wohnräume möglichst nicht dauerhaft unter etwa 16 Grad.

Welche Temperatur im Schlafzimmer?

Meist 16 bis 18 Grad.

Spart Heizung ganz ausschalten mehr?

Nicht unbedingt, ausgekühlte Räume brauchen viel Energie zum Aufheizen und neigen zu Schimmel.

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