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Gleiswendel für die Modellbahn berechnen

Geben Sie Radius, zu überwindende Höhe und die geplante Zahl der Windungen ein. Der Rechner prüft, ob die Züge mit dieser Steigung fahren können und ob unter jeder Windung genug Platz für die Fahrzeuge bleibt.

Maße der Wendel
Von Schienenoberkante unten bis Schienenoberkante oben.
Auch Viertel- und halbe Windungen sind möglich.
0 = Praxisrichtwert der Baugröße (Z 3,5, N 4,5, TT 6, H0 8, 0 14 cm; Stand prüfen).
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Was eine Gleiswendel leisten muss

Eine Gleiswendel verbindet zwei Ebenen einer Modellbahnanlage auf kleiner Grundfläche, meist einen verdeckten Schattenbahnhof mit der sichtbaren Strecke. Das Gleis windet sich dabei wie eine Spirale nach oben. Zwei Größen begrenzen die Planung: Die Steigung darf nicht so groß werden, dass lange Züge hängen bleiben, und zwischen zwei Windungen muss genug Höhe für die Fahrzeuge frei sein.

Beide Größen hängen über die Ganghöhe zusammen, also den Höhengewinn je voller Umdrehung. Die Ganghöhe ist die Summe aus lichter Durchfahrtshöhe und der Stärke von Trassenbrett, Bettung und Gleis. Die Steigung ergibt sich, wenn man diese Ganghöhe durch den Umfang der Windung teilt. Ein größerer Radius senkt deshalb die Steigung, während mehr Windungen bei gleicher Gesamthöhe die Ganghöhe und damit den Freiraum verringern.

Der Rechner zeigt beides auf einen Blick. Zusätzlich gibt er an, wie viele Windungen bei Ihrem Höhenunterschied höchstens möglich sind, bevor die Mindestlichthöhe unterschritten wird, und welche Steigung dann mindestens entsteht. Die Gleislänge in der Wendel hilft bei der Materialbestellung und zeigt, wie viel Strecke die Züge im Verborgenen zurücklegen.

Umfang=2×π×Radius; Gangho¨he=Ho¨henunterschiedWindungen; Steigung=Gangho¨heUmfang; lichte Ho¨he=Gangho¨he−Trassensta¨rke\text{Umfang} = 2 \times \pi \times \text{Radius};\ \text{Ganghöhe} = \frac{\text{Höhenunterschied}}{\text{Windungen}};\ \text{Steigung} = \frac{\text{Ganghöhe}}{\text{Umfang}};\ \text{lichte Höhe} = \text{Ganghöhe} - \text{Trassenstärke}

Beispiel: Eine H0-Wendel mit 50 cm Radius soll 40 cm Höhe in 4 Windungen überwinden. Der Umfang beträgt 2 × π × 50 = 314,16 cm, die Ganghöhe 40 ÷ 4 = 10 cm. Die Steigung liegt bei 10 ÷ 314,16 = 3,18 Prozent. Bei 1,5 cm Trassenstärke bleiben 8,5 cm lichte Höhe, mehr als der Richtwert von 8 cm. Das Gleis in der Wendel ist 12,57 m lang. Höchstens 4,21 Windungen wären möglich, die kleinste erreichbare Steigung beträgt 3,02 Prozent.

Praxiswerte für Steigung und Lichthöhe

Auf geraden Strecken gelten im Modell etwa 2 bis 3 Prozent als gut befahrbar. In einer Wendel kommt der Kurvenwiderstand hinzu, der umso stärker wirkt, je enger der Radius ist. Erfahrene Anlagenbauer empfehlen deshalb, in Wendeln eher unter 3 Prozent zu bleiben. Lange Züge mit vielen Wagen oder leichte Triebwagen mit wenig Haftreifen kommen sonst schnell an ihre Grenzen.

Die voreingestellten Mindestlichthöhen sind Richtwerte aus der Praxis für Fahrzeuge ohne Oberleitung. Für Ihre Anlage zählt das höchste Fahrzeug, das die Wendel befahren soll, zuzüglich einer Reserve für Finger beim Aufgleisen und für Ungenauigkeiten im Bau. Das Lichtraumprofil nach NEM 102 gibt verbindliche Maße vor. Wenn Sie Oberleitung durch die Wendel führen, brauchen Sie deutlich mehr Höhe. Tragen Sie den Wert dann im Feld für die eigene Mindestlichthöhe ein.

Der Radius im Rechner bezieht sich auf die Gleismitte. Bei zweigleisigen Wendeln hat das innere Gleis den kleineren Radius und damit die größere Steigung. Rechnen Sie in diesem Fall mit dem inneren Radius. Achten Sie auch auf die Übergänge oben und unten: Ein abrupter Wechsel von der Ebene in die volle Steigung führt zu Entkupplungen. Ein Übergangsbogen von einer Wagenlänge mit halber Steigung schafft Abhilfe.

Für den Bau haben sich Segmente aus Sperrholz bewährt, die auf Gewindestangen gesteckt und mit Muttern in der Höhe justiert werden. So lässt sich die Ganghöhe genau einstellen. Mit dem Ergebnis des Rechners können Sie die Segmente zuschneiden, die Zahl der Stützen planen und vorab prüfen, ob die Wendel in den vorgesehenen Platz passt.

Tipps und typische Fehler

Wendel planen.

  • Innenradius: Bei zwei Gleisen zählt er.
  • Oberleitung: Mehr Lichthöhe einplanen.
  • Übergang: Steigung sanft beginnen.
  • Probefahrt: Längsten Zug testen.

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Häufige Fragen

Wie groß sollte der Radius einer H0-Wendel sein?

Meist 45 bis 60 cm; kleinere Radien erhöhen Steigung und Kurvenwiderstand deutlich.

Welche Steigung schaffen Modellzüge?

Gerade Strecken bis etwa 3 Prozent; in Wendeln wegen des Kurvenwiderstands besser darunter.

Muss die Windungszahl ganzzahlig sein?

Nein, Ein- und Ausfahrt können an beliebiger Stelle des Kreises liegen.

Wie viel Platz braucht eine Gleiswendel?

Etwa den doppelten Radius plus Trassenbreite und Stützen im Quadrat, bei H0 mit 50 cm Radius also gut 1,1 m.

Wie verbinde ich die Wendel mit der Strecke?

Mit einem Übergang halber Steigung über mindestens eine Wagenlänge, damit Kupplungen nicht aushaken.

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