Horizontales und vertikales FOV sind nicht dasselbe
Das Sichtfeld, englisch Field of View, legt fest, wie viel von der Spielwelt gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen ist. Spiele geben es in Grad an, aber nicht einheitlich: Manche Titel meinen den Winkel von links nach rechts, andere den Winkel von oben nach unten. Ein vertikales FOV von 60 Grad entspricht auf einem 16:9-Bildschirm einem horizontalen Wert von rund 91 Grad. Wer Einstellungen zwischen Spielen übertragen möchte, muss deshalb umrechnen.
Die Umrechnung ist nicht linear, weil das Bild auf eine flache Ebene projiziert wird. Der Rechner nutzt dafür den Tangens des halben Winkels, der sich proportional zum Seitenverhältnis verhält. Aus einem horizontalen Wert entsteht so über das Verhältnis von Höhe zu Breite der vertikale Wert und umgekehrt. Zusätzlich gibt er das diagonale Sichtfeld aus, das manche Simulationen und VR-Angaben verwenden.
Für einen Wechsel des Bildformats zeigt der Rechner, wie breit das horizontale Sichtfeld auf einem anderen Monitor wird, wenn das vertikale gleich bleibt. Dieses Verhalten heißt Hor+ und ist bei den meisten aktuellen Spielen üblich: Ein Ultrawide-Monitor zeigt links und rechts mehr, ohne oben und unten etwas abzuschneiden.
Das richtige Sichtfeld finden
Ein zu kleines Sichtfeld wirkt wie ein Blick durch ein Fernrohr und kann bei manchen Menschen Unwohlsein auslösen, ein zu großes verzerrt die Ränder und lässt Gegner in der Bildmitte kleiner erscheinen. Für Shooter am Schreibtisch wählen viele Spieler horizontal 90 bis 105 Grad bei 16:9. Am Fernseher mit größerem Sitzabstand fühlen sich kleinere Werte oft natürlicher an.
Mathematisch korrekt wäre ein Sichtfeld, das genau dem Winkel entspricht, unter dem Sie Ihren Bildschirm sehen. Bei einem 27-Zoll-Monitor in 60 Zentimetern Abstand sind das nur rund 53 Grad horizontal. Spiele verwenden fast immer deutlich größere Werte, weil sonst zu wenig Überblick bleibt. Der richtige Wert ist daher ein Kompromiss zwischen Überblick, Verzerrung und persönlichem Empfinden.
Achten Sie beim Übertragen von Einstellungen darauf, wie das jeweilige Spiel seinen Regler definiert. Einige Titel beziehen sich auf ein festes 4:3-Format und rechnen intern auf Ihr Seitenverhältnis um. In diesem Fall tragen Sie 4:3 als Ausgangsformat ein und Ihr echtes Format als Zielformat. Die Angaben zur Definition finden sich häufig nur in Foren, Patchnotes oder der Konfigurationsdatei.
Ein geändertes Sichtfeld verändert auch das Zielgefühl. Bei größerem FOV bewegt sich die Bildmitte bei gleicher Mausbewegung scheinbar langsamer. Wer nach einer Änderung Treffsicherheit vermisst, sollte die Empfindlichkeit prüfen. Für Hilfe bei der Übertragung zwischen Spielen eignen sich der Sensitivity-Umrechner und der eDPI-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Sichtfeld sauber übertragen.
- Definition: Horizontal oder vertikal klären.
- Ultrawide: Hor+ prüfen.
- Abstand: Am Fernseher kleiner wählen.
- Zielen: Empfindlichkeit nachjustieren.
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Häufige Fragen
Wie rechne ich vertikales in horizontales FOV um?
Horizontal = 2 × arctan(tan(Vertikal ÷ 2) × Breite ÷ Höhe), bei 16:9 werden aus 60 Grad vertikal rund 91,5 Grad horizontal.
Was bedeutet Hor+?
Bei breiteren Bildschirmen bleibt das vertikale Sichtfeld gleich, und das horizontale wird größer.
Welches FOV ist für Shooter üblich?
Viele Spieler nutzen am Monitor horizontal 90 bis 105 Grad bei 16:9; das ist Geschmackssache.
Welches FOV nutzen Spiele für 4:3-Angaben?
Manche Titel definieren den Regler für 4:3 und rechnen intern auf Ihr Format um.
Kann ein hohes FOV übel machen?
Bei manchen Menschen ja; zu kleine Werte können aber ebenfalls Beschwerden auslösen.
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