Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie groß müssen die Fallrohre sein?
Fallrohre leiten das Regenwasser aus der Dachrinne in Grundleitung, Zisterne oder Versickerung. Sind sie zu klein, läuft die Rinne bei Starkregen über und Wasser dringt an Fassade und Sockel. Sind sie unnötig groß, kostet das Geld und sieht klobig aus. Ausschlaggebend sind die Fläche, die ein Rohr entwässert, und die Regenmenge.
Im Handwerk verbreitet ist eine einfache Faustregel: Je Quadratmeter Dachgrundfläche braucht es etwa einen Quadratzentimeter Rohrquerschnitt. Sie gilt für eine Regenspende von 300 Litern je Sekunde und Hektar. Der Rechner passt den Bedarf an Dachart und örtliche Regenspende an und wählt den kleinsten üblichen Durchmesser.
Gründächer und Kiesdächer halten einen Teil des Wassers zurück und geben es verzögert ab. Der Abflussbeiwert berücksichtigt das. Gemessen wird immer die Grundfläche, denn ein steiles Dach bekommt nicht mehr Regen als ein flaches mit derselben Grundfläche.
Durchmesser, Rinnen und Normen
Übliche Durchmesser für Fallrohre aus Zink, Kupfer oder Kunststoff sind 60, 76, 80, 87, 100, 120 und 150 Millimeter. Bei Einfamilienhäusern sind 76, 87 und 100 Millimeter am häufigsten. Die Dachrinne muss zum Fallrohr passen; zu Rohren mit 87 oder 100 Millimetern passt häufig eine Rinne mit 333 Millimetern Zuschnitt.
Mehrere kleinere Fallrohre statt eines großen verkürzen den Weg des Wassers in der Rinne und verringern das Risiko des Überlaufens. Bei langen Traufen ist das oft sinnvoller als ein großer Durchmesser. Fallrohre sollten außerdem nicht mehr Fläche aufnehmen, als die Rinne zum Abfluss führen kann.
Die Faustregel ist eine Planungshilfe. Für die verbindliche Bemessung gelten DIN 1986-100 und DIN EN 12056-3 mit örtlichen Regenspenden, die je nach Region deutlich höher liegen können. Bei Flachdächern ist zusätzlich eine Notentwässerung vorgeschrieben. Lassen Sie die Entwässerung bei Neubau und größeren Flächen von einem Fachbetrieb planen.
Die passende Rinnengröße zeigt der Dachrinne-Rechner. Wie viel Wasser vom Dach in eine Zisterne fließt, berechnet der Regenwasser-Rechner, den Abfluss bei Starkregen der Regenabfluss-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Regen sicher ableiten.
- Grundfläche: Waagerecht messen.
- Verteilen: Mehrere Rohre.
- Laubfang: Verstopfung vermeiden.
- Norm: DIN 1986-100.
Weitere Rechner: Bau & Handwerk
Häufige Fragen
Wie viele Fallrohre braucht ein Haus?
Bei kleinen Dächern reicht oft eines je Traufseite, bei großen Flächen mehr.
Welcher Fallrohrdurchmesser ist üblich?
Bei Einfamilienhäusern meist 76, 87 oder 100 Millimeter.
Zählt die schräge Dachfläche?
Nein, maßgeblich ist die waagerecht gemessene Grundfläche.
Wie viel Dachfläche schafft ein 100-mm-Fallrohr?
Nach der Faustregel etwa 78 m² Grundfläche bei 300 l/(s·ha).
Brauchen Flachdächer eine Notentwässerung?
Ja, zusätzlich zu den normalen Abläufen.
- Fallrohr berechnen
- Fallrohr Durchmesser
- Anzahl Fallrohre Dachfläche
- Regenfallrohr Größe
- Fallrohr 100 mm wie viel m²
- Dachentwässerung berechnen
Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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