Wie viel Wasser fließt über die Rinne?
Bei Starkregen muss die Dachentwässerung große Wassermengen abführen. Die Regenspende gibt an, wie viele Liter pro Sekunde auf einen Hektar fallen. Nach DIN 1986 rechnet man in Deutschland oft mit 300 Litern pro Sekunde und Hektar. Der Rechner berechnet daraus den Abfluss Ihrer Dachfläche.
Für ein Dach mit 100 Quadratmetern ergeben sich 3 Liter pro Sekunde, 180 Liter pro Minute oder 10,8 Kubikmeter pro Stunde. Aus dem Abfluss in Litern pro Sekunde lässt sich die Größe von Rinne und Fallrohr aus den Herstellertabellen ablesen.
Zusätzlich berechnet der Rechner die Regenwassermenge, die pro Jahr aufs Dach fällt: bei 800 Millimetern Niederschlag rund 72 Kubikmeter nutzbares Wasser. Das ist die Grundlage für die Planung einer Zisterne oder Versickerung.
Rinne und Fallrohr dimensionieren
Bei der Planung zählt die Grundfläche des Daches, nicht die Schrägfläche. Ein Fallrohr mit 80 Millimetern Durchmesser kann etwa 4 Liter pro Sekunde abführen, eine halbrunde Rinne mit Nennweite 125 etwa 0,8 bis 1 Liter pro Sekunde je Zentimeter Gefälle. Die genauen Werte stehen in den Datenblättern.
Rinnen brauchen ein leichtes Gefälle von zwei bis drei Millimetern je Meter, damit das Wasser abfließt, ohne dass die Rinne optisch absinkt. Das Gefälle berechnet der Gefälle-Rechner. Laub, Moos und Verschmutzung verringern die Leistung, deshalb sollte man Rinnen regelmäßig reinigen.
Regenwasser lässt sich nutzen, für Garten und Toilette. Die Menge zeigt der Regenwasser-Rechner. Viele Gemeinden fordern oder fördern Versickerung auf dem eigenen Grundstück und berechnen eine getrennte Niederschlagswassergebühr.
Für Neubauten und große Dächer ist die Berechnung nach DIN 1986-100 Pflicht. Der Rechner zeigt Richtwerte und ersetzt keine Fachplanung.
Wer neue Rinnen plant, sollte auf Gefälle, Rinnenhalter-Abstände von etwa 50 Zentimetern und ausreichend Fallrohre achten. Bei großen Dachflächen verteilen mehrere Fallrohre die Last. Schnee und Eis belasten Rinnen zusätzlich, deshalb sind stabile Halter und Schneefanggitter sinnvoll. Berücksichtigen Sie bei Flachdächern und Anbauten, dass zusätzliche Wassermengen von höheren Dachflächen einfließen können. Prüfen Sie die Rinne jährlich im Herbst und nach Stürmen, denn verstopfte Rinnen führen zu Überläufen und Feuchteschäden an der Fassade.
Tipps und typische Fehler
Rinne richtig planen.
- DIN 1986: Beachten.
- Laub: Reinigen.
- Zisterne: Nutzen.
- Fachbetrieb: Bei Neubau.
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- Dachrinne berechnen
- Regenspende berechnen
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- Dachrinne Abfluss
- Regenwasser Dachfläche
Häufige Fragen
Welche Regenspende gilt?
Oft 300 l/(s·ha), für Starkregen kann mehr nötig sein.
Schrägfläche oder Grundfläche?
Die Grundfläche.
Wie viel Gefälle braucht die Rinne?
Etwa zwei bis drei Millimeter je Meter.
Welche Fläche zählt?
Die Grundfläche des Daches.
Wie viel Gefälle hat die Rinne?
Zwei bis drei Millimeter je Meter.
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