Wie funktioniert die Caesar-Verschlüsselung?
Die Caesar-Verschlüsselung ist eines der ältesten bekannten Verschlüsselungsverfahren. Jeder Buchstabe des Textes wird um eine feste Zahl von Stellen im Alphabet verschoben. Bei einer Verschiebung um drei wird aus A ein D, aus B ein E und aus Z wieder ein C. Der Name geht auf Julius Caesar zurück, der so militärische Nachrichten geschützt haben soll.
Der Rechner verschlüsselt und entschlüsselt mit jeder Verschiebung von 1 bis 25. Groß- und Kleinbuchstaben bleiben erhalten, Leerzeichen, Ziffern, Satzzeichen, Umlaute und ß werden unverändert übernommen. Zusätzlich zeigt er das Geheimtextalphabet, also welcher Buchstabe für welchen steht, und den Gegenschlüssel zum Zurückrechnen.
Eine Verschiebung um 13 heißt ROT13. Weil das Alphabet 26 Buchstaben hat, hebt eine zweite Anwendung die erste wieder auf. ROT13 wurde früher in Foren genutzt, um Spoiler und Rätsellösungen unlesbar zu machen, bis jemand sie bewusst aufdeckt.
Knacken und Grenzen der Caesar-Verschlüsselung
Sicher ist die Caesar-Verschlüsselung nicht. Es gibt nur 25 sinnvolle Schlüssel, die man in Sekunden alle ausprobieren kann. Noch schneller geht es mit einer Häufigkeitsanalyse: Im Deutschen ist E der häufigste Buchstabe. Steht im Geheimtext H am häufigsten, war die Verschiebung wahrscheinlich drei. Für vertrauliche Daten sind moderne Verfahren mit langen Schlüsseln nötig.
Im Unterricht ist das Verfahren trotzdem beliebt, weil es die Grundbegriffe der Kryptografie anschaulich macht: Klartext, Geheimtext, Schlüssel und Angriff. Daran lässt sich auch die Modulo-Rechnung zeigen, denn nach Z geht es wieder bei A weiter. Den Rest einer Division berechnet der Modulo-Rechner.
Zum Entschlüsseln eines unbekannten Textes probieren Sie die Verschiebungen nacheinander durch, bis ein lesbarer Text entsteht. Alternativ verschlüsseln Sie mit dem Gegenschlüssel: Eine Verschiebung um 23 nach rechts entspricht einer Verschiebung um 3 nach links. Negative Werte im Eingabefeld verschieben direkt nach links.
Verwandt sind die Vigenère-Verschlüsselung, die für jeden Buchstaben eine andere Verschiebung nach einem Schlüsselwort nutzt, und die allgemeine monoalphabetische Ersetzung. Wie stark ein echtes Passwort ist, zeigt der Passwort-Entropie-Rechner. Texte in Morsecode übersetzen Sie mit dem Morsecode-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Verschlüsselung verstehen.
- Schlüssel: 1 bis 25.
- ROT13: Selbstinvers.
- Häufigkeit: E finden.
- Echte Daten: Modern schützen.
Weitere Rechner: Alltag
Häufige Fragen
Was ist ROT13?
Eine Caesar-Verschiebung um 13 Stellen, die sich bei zweimaliger Anwendung aufhebt.
Wie entschlüssele ich einen Caesar-Text?
Mit derselben Verschiebung rückwärts oder durch Ausprobieren aller 25 Schlüssel.
Ist die Caesar-Verschlüsselung sicher?
Nein, sie lässt sich in Sekunden knacken und eignet sich nur für Spiele und Unterricht.
Wer hat die Caesar-Verschlüsselung erfunden?
Sie wird Julius Caesar zugeschrieben, der um drei Stellen verschoben haben soll.
Wie knackt man eine Caesar-Chiffre?
Durch Ausprobieren aller 25 Schlüssel oder per Häufigkeitsanalyse.
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