Wie der Ernährungsplan für das erste Lebensjahr aufgebaut ist
In den ersten Monaten deckt Muttermilch oder Säuglingsmilch den gesamten Bedarf. Etwa ab der Mitte des ersten Lebensjahres reicht das für Energie und vor allem für Eisen nicht mehr aus. Deshalb kommt schrittweise Beikost dazu. In Deutschland orientieren sich Hebammen, Kinderarztpraxen und Elternratgeber an einem Ernährungsplan, den das frühere Forschungsinstitut für Kinderernährung entwickelt hat und den das Netzwerk Gesund ins Leben weiterführt.
Der Plan sieht drei Breie vor, die im Abstand von etwa einem Monat eingeführt werden. Zuerst ersetzt mittags ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei eine Milchmahlzeit. Einen Monat später folgt abends ein Milch-Getreide-Brei, wieder einen Monat später nachmittags ein milchfreier Getreide-Obst-Brei. Jeder Brei ersetzt eine Milchmahlzeit, sodass am Ende drei Breie und zwei Milchmahlzeiten auf dem Tagesplan stehen.
Der Rechner ordnet das eingegebene Alter dieser Abfolge zu. Er nennt die aktuelle Phase, die Zahl der Brei- und Milchmahlzeiten, die angestrebte Breimenge pro Tag und die Zeit bis zum nächsten Schritt. Zusätzlich sehen Sie, ab welchem Alter Mittags-, Abend- und Nachmittagsbrei bei Ihrem gewählten Start üblicherweise anstehen.
Mengen, Reifezeichen und Übergang zur Familienkost
Die Zielmengen beziehen sich auf eine volle Mahlzeit, wenn der Brei bereits eingespielt ist. Am Anfang isst ein Baby oft nur wenige Löffel. Üblich ist, in der ersten Woche mit reinem Gemüse zu beginnen, dann Kartoffel und schließlich Fleisch und Öl zu ergänzen. Was nach dem Brei noch fehlt, wird mit Milch aufgefüllt. Ein Kind, das die genannten Mengen nicht schafft, ist deshalb nicht automatisch unterversorgt.
Wichtiger als ein bestimmtes Datum sind Reifezeichen: Das Baby kann mit Unterstützung aufrecht sitzen, zeigt Interesse am Essen der Erwachsenen, öffnet den Mund, wenn der Löffel kommt, und schiebt den Brei nicht mehr reflexartig mit der Zunge heraus. Diese Zeichen treten meist zwischen dem 5. und 7. Monat auf. Vor Beginn des 5. Monats wird keine Beikost empfohlen, nach Beginn des 7. Monats sollte sie nicht weiter hinausgeschoben werden.
Ab etwa dem 10. Monat beginnt der Übergang zur Familienkost. Statt Brei gibt es nach und nach weich gekochte, klein geschnittene Lebensmittel vom Familientisch, Brot und Getränke aus dem Becher. Der Rechner zeigt in dieser Phase weiterhin drei Hauptmahlzeiten an, weil sich der Rhythmus aus Haupt- und Zwischenmahlzeiten fortsetzt. Stillen kann parallel weitergehen, so lange Mutter und Kind es möchten.
Der Plan ist eine Orientierung für gesunde, reif geborene Kinder. Bei Frühgeborenen, Allergien in der Familie, Gedeihstörungen oder vegetarischer Ernährung kann die Beikost anders aussehen. Besprechen Sie Zeitpunkt und Zusammensetzung bei der Vorsorgeuntersuchung mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt. Wie viel Milch Ihr Kind daneben trinkt, können Sie mit dem Baby-Trinkmenge-Rechner abschätzen.
Tipps und typische Fehler
Brei einführen.
- Langsam: Mit wenigen Löffeln starten.
- Eisen: Fleisch im Mittagsbrei.
- Öl: Rapsöl zugeben.
- Zucker: Weglassen.
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Häufige Fragen
Wann sollte man mit der Beikost anfangen?
Frühestens mit Beginn des 5. Monats und spätestens mit Beginn des 7. Monats, je nachdem, wann das Baby Reifezeichen zeigt.
Welcher Brei kommt zuerst?
Üblich ist ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zur Mittagszeit, weil er Eisen und Zink liefert.
Wie viele Milchmahlzeiten bleiben mit drei Breien?
In der Regel zwei, meist morgens und vor dem Schlafen.
Darf ich Gläschen statt selbst gekochtem Brei geben?
Ja, Gläschen sind eine gleichwertige Möglichkeit; achten Sie auf wenige Zutaten und keinen Zuckerzusatz.
Braucht das Baby mit Beikost zusätzlich Wasser?
Ab dem dritten Brei braucht es meist etwas Wasser oder ungesüßten Tee aus Becher oder Tasse.
- Beikostplan Rechner
- Beikost Plan nach Monaten
- Breiplan Baby
- Wann welcher Brei
- Beikost Einführung Tabelle
- Babybrei Menge Gramm
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