Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie viel Strom braucht eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme, indem sie Energie aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzt. Wie viele es im Jahresmittel sind, beschreibt die Jahresarbeitszahl, kurz JAZ. Teilt man den Wärmebedarf durch die JAZ, erhält man den Stromverbrauch. Der Rechner macht das getrennt für Heizung und Warmwasser.
Die Trennung ist sinnvoll, weil Warmwasser mit 50 bis 60 Grad deutlich heißer sein muss als das Heizwasser einer Fußbodenheizung. Die Wärmepumpe arbeitet dabei weniger effizient. Eine JAZ von 3,5 für die Heizung und 2,8 für das Warmwasser sind übliche Annahmen für eine gut geplante Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Kennen Sie Ihren Wärmebedarf nicht, nehmen Sie den bisherigen Gas- oder Ölverbrauch aus der Abrechnung. Multipliziert mit dem Wirkungsgrad der alten Heizung ergibt sich die Wärme, die tatsächlich im Haus angekommen ist. Mit 90 Prozent Wirkungsgrad werden aus 20.000 Kilowattstunden Gas rund 18.000 Kilowattstunden Wärme.
Verbrauch realistisch einschätzen
Die Jahresarbeitszahl hängt vor allem von der Vorlauftemperatur ab. Flächenheizungen mit 35 Grad ermöglichen hohe Werte, alte Heizkörper mit 55 Grad senken sie spürbar. Erdwärmepumpen erreichen meist bessere Zahlen als Luftwärmepumpen, weil das Erdreich im Winter wärmer ist als die Außenluft. Den Einfluss einzelner Faktoren zeigt der Jahresarbeitszahl-Rechner.
Ein elektrischer Heizstab springt bei sehr niedrigen Temperaturen oder zur Legionellenschaltung ein und arbeitet mit einer Arbeitszahl von eins. Läuft er häufig, steigt der Verbrauch deutlich über die Rechnung. Ein eigener Stromzähler für die Wärmepumpe macht sichtbar, was die Anlage im Alltag tatsächlich braucht.
Viele Versorger bieten günstigere Wärmepumpentarife mit separatem Zähler an. Dafür fallen eine eigene Grundgebühr und eventuell Sperrzeiten an. Ob sich das lohnt, hängt vom Verbrauch ab: Bei 4.000 bis 5.000 Kilowattstunden im Jahr machen schon wenige Cent Unterschied pro Kilowattstunde mehr als hundert Euro aus.
Den Vergleich mit einer Gasheizung rechnet der Wärmepumpen-Rechner, allgemeine Stromkosten der Stromkosten-Rechner. Strompreis, Grundgebühr und Jahresarbeitszahlen sind editierbare Annahmen; prüfen Sie den aktuellen Stand Ihres Tarifs. Eine Heizlastberechnung durch einen Fachbetrieb ersetzt der Rechner nicht.
Tipps und typische Fehler
Effizient heizen.
- Vorlauf: Niedrig halten.
- Heizstab: Selten nutzen.
- Zähler: Verbrauch messen.
- Tarif: Vergleichen.
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Häufige Fragen
Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus?
Bei 15.000 kWh Wärmebedarf und guter JAZ etwa 4.000 bis 5.000 kWh im Jahr.
Was bedeutet eine JAZ von 3,5?
Aus einer Kilowattstunde Strom werden im Jahresmittel 3,5 Kilowattstunden Wärme.
Kann ich den bisherigen Gasverbrauch verwenden?
Ja, multipliziert mit dem Wirkungsgrad der alten Heizung ergibt er den Wärmebedarf.
Lohnt sich ein separater Wärmepumpenzähler?
Oft ja, wenn der günstigere Arbeitspreis die zusätzliche Grundgebühr übersteigt.
Was ist eine Sperrzeit?
Ein Zeitraum, in dem der Netzbetreiber die Wärmepumpe kurz abschalten darf.
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Rechtlicher Hinweis: Die Werte sind Richtwerte. Arbeiten an Elektro-, Gas- und Heizungsanlagen dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen; Angaben der Hersteller und Versorger gehen vor.
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