Welche Maße hat eine Normtür?
Innentüren werden in Deutschland nach festen Größen gefertigt, die sich am Baurichtmaß orientieren. Das Baurichtmaß ist ein Rastermaß der Planung, etwa 875 × 2.000 mm. Daraus ergeben sich alle anderen Maße: die Öffnung, die der Maurer oder Trockenbauer lassen muss, das Türblatt, der Falz der Zarge und die tatsächliche Durchgangsbreite.
Der Rechner wendet das übliche Schema für gefälzte Innentüren an. Die Wandöffnung ist 10 mm breiter und 5 mm höher als das Baurichtmaß, gemessen ab dem fertigen Fußboden. Das Türblatt ist in Breite und Höhe 15 mm kleiner. Liegt der Boden noch nicht, kommt der geplante Aufbau aus Estrich und Belag zur Höhe hinzu.
Außerdem zeigt der Rechner die passende Zargenmaulweite. Sie entspricht der fertigen Wanddicke, also Mauerwerk oder Ständerwerk plus Putz, Fliesen oder Beplankung auf beiden Seiten. Viele Zargen gleichen einige Millimeter aus; die genauen Stufen nennt der Hersteller.
Tipps für Planung und Einbau
Messen Sie die Rohbauöffnung an mehreren Stellen, oben, in der Mitte und unten, sowie die Höhe links und rechts. Maßgeblich ist jeweils das kleinste Maß. Eine Öffnung darf nach dem Schema bis etwa 10 mm größer sein, damit die Zarge mit Montageschaum ausgerichtet werden kann. Ist die Öffnung zu klein, muss nachgearbeitet werden.
Die Höhe hängt am fertigen Fußboden. Wer die Tür vor dem Estrich plant, sollte den Bodenaufbau genau kennen, denn Fußbodenheizung, Trittschalldämmung und Fliesen summieren sich schnell auf zehn bis fünfzehn Zentimeter. Ein Meterriss an der Wand, also eine Markierung einen Meter über dem fertigen Fußboden, hilft bei der Kontrolle.
Für barrierefreies Bauen fordert die DIN 18040 eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 cm. Das erreichen Türen mit einem Baurichtmaß von 1.000 mm. Standardtüren mit 875 mm bieten rund 83 cm Durchgang, was für Rollstühle und Rollatoren oft knapp ist. Planen Sie bei Neubau und Sanierung die breitere Variante mit ein.
Die Werte gelten für gefälzte Türen nach dem üblichen Normschema. Stumpf einschlagende Türen, Schiebetüren, Ganzglastüren und Sondergrößen haben andere Maße. Vergleichen Sie vor der Bestellung immer die Tabelle des Herstellers. Für Wände in Trockenbauweise hilft der Ständerwerk-Rechner, für den Bodenaufbau der Estrich-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Türen richtig planen.
- Messen: Mehrfach.
- Fußboden: Aufbau kennen.
- Zarge: Nach Wanddicke.
- Hersteller: Tabelle prüfen.
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Häufige Fragen
Wie groß muss die Öffnung für eine 875er Tür sein?
885 mm breit und 2.005 mm hoch ab fertigem Fußboden bei 2.000 mm Türhöhe.
Was ist das Baurichtmaß?
Das Rastermaß der Planung, aus dem sich Öffnung, Türblatt und Zarge ableiten.
Wie breit ist der Durchgang einer Standardtür?
Bei 875 mm Baurichtmaß etwa 826 mm.
Wie messe ich eine Türöffnung richtig?
Breite oben, Mitte und unten sowie Höhe links und rechts; das kleinste Maß gilt.
Welche Tür ist barrierefrei?
Eine Tür mit mindestens 90 cm lichter Breite, also Baurichtmaß 1.000 mm.
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- Türblatt Maße 875
Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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