Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wie lang wird eine Rampe?
Eine Rampe überwindet einen Höhenunterschied auf einer schiefen Ebene. Ihre Länge hängt allein von der Höhe und der Neigung ab. Je flacher die Rampe, desto leichter ist sie mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen zu befahren, desto mehr Platz braucht sie aber auch.
Die Neigung in Prozent gibt an, wie viele Zentimeter die Rampe auf einem Meter waagerechter Länge ansteigt. Bei 6 Prozent sind es 6 Zentimeter je Meter. Für 60 Zentimeter Höhe ergibt das 10 Meter Rampenlänge. Bei 12 Prozent wären es nur 5 Meter, eine solche Rampe ist für viele Menschen aber kaum noch selbstständig nutzbar.
Lange Rampen brauchen Zwischenpodeste zum Ausruhen und Abbremsen. Die DIN 18040 sieht für barrierefreie Rampen nach höchstens 6 Metern Lauflänge ein Podest von mindestens 1,50 Meter Länge vor. Der Rechner ermittelt, wie viele Podeste nötig sind und wie lang die gesamte Anlage wird.
Barrierefreie Rampen planen
Neben der Neigung schreibt die DIN 18040 für barrierefreie Rampen weitere Merkmale vor: eine nutzbare Laufbreite von mindestens 1,20 Metern, Radabweiser an beiden Seiten und Handläufe in 85 bis 90 Zentimetern Höhe auf beiden Seiten. Eine Querneigung ist nicht zulässig. Ob die Norm für Ihr Vorhaben verbindlich ist, regelt die Landesbauordnung.
Am Anfang und am Ende jeder Rampe ist eine ebene Bewegungsfläche von mindestens 1,50 mal 1,50 Metern nötig. Diese Flächen sind in der Gesamtlänge des Rechners nicht enthalten und müssen zusätzlich eingeplant werden. Auch ein Wendepodest bei abknickenden Rampen ist größer als ein gerades Zwischenpodest.
Für Hauseingänge mit wenigen Stufen reicht der Platz oft nicht für 6 Prozent. Dann helfen Alternativen wie ein Hublift, ein Plattformlift oder ein Umbau des Eingangsbereichs. Mobile Rampen für einzelne Stufen sind meist steiler und eignen sich vor allem für Begleitpersonen, die schieben.
Wählen Sie einen rutschhemmenden Belag und sorgen Sie für eine gute Entwässerung, damit sich im Winter kein Eis bildet. Eine Überdachung oder Beheizung kann bei Eingangsrampen sinnvoll sein. Lassen Sie die Planung bei Neubau oder Umbau von Fachleuten prüfen.
Tipps und typische Fehler
Rampe planen.
- Neigung: Höchstens 6 %.
- Podest: Alle 6 m.
- Bewegungsfläche: 1,50 × 1,50 m.
- Belag: Rutschhemmend.
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Häufige Fragen
Wie steil darf eine barrierefreie Rampe sein?
Nach DIN 18040 höchstens 6 Prozent. Das entspricht etwa 3,4 Grad oder 6 Zentimeter Steigung je Meter.
Ab welcher Länge braucht eine Rampe ein Podest?
Bei barrierefreien Rampen nach spätestens 6 Metern Lauflänge. Das Zwischenpodest muss mindestens 1,50 Meter lang sein.
Wie rechne ich Prozent in Grad um?
Der Winkel ist der Arkustangens der Neigung geteilt durch 100. 6 Prozent entsprechen 3,43 Grad, 10 Prozent 5,71 Grad.
Wie breit muss eine barrierefreie Rampe sein?
Nach DIN 18040 mindestens 1,20 Meter nutzbare Laufbreite.
Braucht eine Rampe Handläufe?
Barrierefreie Rampen brauchen beidseitig Handläufe und Radabweiser.
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Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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