Wann Junghennen zu legen beginnen
Wann eine Junghenne ihr erstes Ei legt, hängt vor allem von der Rasse ab. Moderne Legehybriden sind auf frühe Leistung gezüchtet und beginnen oft schon mit 18 bis 20 Wochen. Leichte Rassen wie Italiener folgen mit 20 bis 22 Wochen, mittelschwere Zweinutzungsrassen mit 22 bis 26 Wochen. Schwere Rassen wie Brahma oder Orpington lassen sich oft 26 bis 30 Wochen Zeit.
Der zweite wichtige Faktor ist das Licht. Hühner reagieren auf die Tageslänge: Erst bei zunehmenden Tagen und ausreichend Licht reifen die Eierstöcke. Unter etwa zwölf Stunden Tageslicht verschieben viele Junghennen den Legebeginn ins Frühjahr, auch wenn sie das Alter längst erreicht haben. Für eine gleichmäßige Legeleistung gelten 14 bis 16 Stunden als üblich.
Der Rechner addiert das typische Alter der Rassengruppe zum Schlupfdatum und berechnet für diesen Tag die astronomische Tageslänge an Ihrem Standort. Grundlage ist die Sonnendeklination nach der Näherung von Cooper. Liegt die Tageslänge unter zwölf Stunden, markiert der Rechner das Ergebnis und zeigt, wie viele Stunden bis zu 14 Stunden fehlen.
Vom ersten Ei zur vollen Leistung
Die ersten Eier sind klein, manchmal ohne Dotter oder mit weicher Schale. Das ist normal und gibt sich meist nach einigen Wochen. Das Eigewicht steigt mit dem Alter der Henne: Hybriden erreichen ihr volles Gewicht von 60 bis 65 Gramm etwa ab der 30. Lebenswoche, Rassehühner später. Zwerghühner legen dauerhaft deutlich kleinere Eier.
Herbstbruten fallen mit dem Legebeginn in die dunkle Jahreszeit. Ohne Zusatzlicht beginnen sie oft erst im Februar oder März. Wer Licht ergänzt, sollte die Beleuchtung morgens verlängern, damit die Hühner abends natürlich zur Ruhe kommen, und die Lichtdauer nie plötzlich verkürzen. Ein Lichtprogramm lässt sich mit dem Hühner-Lichtprogramm-Rechner planen.
Gutes Futter ist Voraussetzung. Ab etwa der 18. Woche oder mit dem ersten Ei stellen Sie von Junghennen- auf Legehennenfutter um und bieten zusätzlich Muschelgrit oder Kalk an. Zu frühes Legefutter mit viel Calcium kann den Nieren junger Hennen schaden. Stress durch Umstallung, Mauser, Parasiten oder Kälte verzögert den Legebeginn spürbar.
Die Altersangaben sind Richtwerte aus Züchterpraxis und Herstellerangaben; einzelne Linien weichen ab. Bei Hühnern, die deutlich länger nicht legen oder krank wirken, ist eine Tierarztpraxis mit Geflügelerfahrung die richtige Anlaufstelle. Den Schlupftermin von Bruteiern berechnet der Brutei-Schlupftermin-Rechner, die Kosten pro Ei der Eierkosten-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Legestart begleiten.
- Licht: 14 bis 16 Stunden.
- Futter: Rechtzeitig umstellen.
- Nester: Früh anbieten.
- Ruhe: Stress vermeiden.
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Häufige Fragen
Ab wann legen Hühner Eier?
Legehybriden ab etwa 18 bis 20 Wochen, Rassehühner meist zwischen 20 und 30 Wochen.
Warum legen meine Junghennen im Winter nicht?
Bei weniger als etwa zwölf Stunden Tageslicht verschieben viele Hennen den Legebeginn ins Frühjahr.
Wie schwer sind die ersten Eier?
Meist 40 bis 45 g bei großen Hühnern, bei Zwerghühnern deutlich weniger.
Wann sollte ich auf Legefutter umstellen?
Etwa ab der 18. Woche oder mit dem ersten Ei.
Brauchen Junghennen ein Nest vor dem Legebeginn?
Ja, Nester einige Wochen vorher anbieten, damit die Hennen sie annehmen.
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