Wie viel Licht brauchen Legehennen?
Die Legeleistung von Hühnern wird stark von der Tageslänge gesteuert. Wird es im Frühjahr länger als etwa zwölf bis 13 Stunden hell, beginnen die Hennen zu legen; bei kürzer werdenden Tagen im Herbst lässt die Leistung nach. In der gewerblichen Haltung werden deshalb Lichtprogramme mit rund 14 bis 16 Stunden Licht eingesetzt. Auch im Garten setzen manche Halter im Winter Zusatzlicht ein.
Der Rechner bestimmt zunächst die natürliche Tageslänge an Ihrem Ort mit der Sonnenstandsformel der US-Wetterbehörde NOAA. Er berücksichtigt die Brechung des Lichts in der Atmosphäre und die Größe der Sonnenscheibe. Sonnenauf- und -untergang gibt er in mitteleuropäischer Zeit oder, im Sommer, in Sommerzeit aus.
Fehlt Licht bis zur gewünschten Dauer, verteilt er die Differenz: entweder vollständig auf den Morgen, sodass das Licht bei Sonnenaufgang ausgeht, oder je zur Hälfte auf Morgen und Abend. Morgenlicht hat den Vorteil, dass die Hühner abends mit der natürlichen Dämmerung von selbst auf die Stange gehen.
Zusatzlicht tiergerecht einsetzen
Ob Zusatzlicht im Hobbystall sinnvoll ist, ist umstritten. Die Winterpause gibt dem Körper der Henne Zeit zur Erholung, zur Mauser und zum Auffüllen der Calciumreserven. Viele Halter verzichten deshalb bewusst darauf, vor allem bei Rassehühnern. Wer Licht einsetzt, sollte es auf Hennen in gutem Zustand beschränken und nicht schon junge Tiere zu früh in die Legetätigkeit treiben.
Wichtig ist eine ununterbrochene Dunkelphase von mindestens acht Stunden, wie sie auch die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung für Legehennen vorsieht. Deshalb lässt der Rechner höchstens 16 Stunden Licht zu. Verlängern Sie die Lichtdauer schrittweise, etwa um 15 bis 30 Minuten pro Woche, statt sie auf einmal anzuheben, und verkürzen Sie sie nie abrupt.
Verwenden Sie eine Zeitschaltuhr und warmweißes, flackerfreies Licht mit geringer Leistung. Abendlicht sollte langsam heruntergedimmt werden oder eine schwache Restbeleuchtung haben, damit die Tiere sicher auf die Sitzstange finden. Leuchten und Kabel müssen für feuchte, staubige Stallräume geeignet und vor Picken geschützt sein.
Die berechneten Zeiten sind Näherungen auf wenige Minuten genau; Berge, Gebäude und Bewölkung verkürzen den hellen Tag zusätzlich. Die Ergebnisse sind Richtwerte und ersetzen keine Beratung durch eine geflügelkundige Tierarztpraxis. Genaue Sonnenzeiten für jeden Ort zeigt der Sonnenaufgang-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Licht maßvoll einsetzen.
- Dunkel: Mindestens acht Stunden.
- Langsam: Wochenweise steigern.
- Morgens: Licht ergänzen.
- Dimmen: Abends sanft.
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Häufige Fragen
Wie viele Stunden Licht brauchen Legehennen?
Für eine gute Legeleistung etwa 14 bis 16 Stunden, aber mindestens acht Stunden Dunkelheit.
Ist Zusatzlicht für Hühner schädlich?
Maßvoll eingesetzt nicht; die natürliche Winterpause hat aber Vorteile für die Henne.
Licht lieber morgens oder abends?
Meist morgens, damit die Hühner abends mit der Dämmerung aufbaumen.
Warum legen Hühner im Winter weniger?
Die kurzen Tage senken die Hormonausschüttung, die das Legen steuert.
Welche Lampe eignet sich für den Hühnerstall?
Warmweiße, flackerfreie LED, feuchtraumgeeignet und vor Picken geschützt.
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