Warum Katzen Ressourcen getrennt brauchen
Katzen sind keine Rudeltiere wie Hunde. Auch Katzen, die sich gut verstehen, jagen allein, fressen allein und haben eigene Lieblingsplätze. Spannungen entstehen im Mehrkatzenhaushalt oft unbemerkt: Eine Katze sitzt im Flur und versperrt der anderen leise den Weg zur Toilette oder zum Napf. Die Folgen reichen von Unsauberkeit über Fressprobleme bis zu stressbedingten Blasenentzündungen.
Die Leitlinie der AAFP und der ISFM zu den Umweltbedürfnissen von Katzen nennt fünf Säulen einer katzengerechten Umgebung. Eine davon lautet, wichtige Ressourcen mehrfach und räumlich getrennt anzubieten: Futter, Wasser, Toiletten, Kratz- und Spielplätze sowie Ruhe- und Versteckmöglichkeiten. So kann jede Katze alles erreichen, ohne an einer anderen vorbei zu müssen.
Der Rechner setzt dieses Prinzip in Zahlen um. Für Futterplätze rechnet er einen getrennten Platz je Katze. Für Wasserstellen, Toiletten, Kratzmöglichkeiten, Rückzugsorte und erhöhte Liegeplätze gilt die Regel eine je Katze plus eine, bei Kratzmöglichkeiten mindestens zwei, eine senkrechte und eine waagerechte. Die Summe teilt er durch die Zahl der Räume, damit Sie sehen, ob sich die Plätze sinnvoll verteilen lassen.
Ressourcen sinnvoll verteilen
Verteilen Sie gleichartige Ressourcen auf verschiedene Räume. Drei Wassernäpfe in der Küche helfen wenig, wenn eine Katze die Küche meidet. Stellen Sie Wasser nicht direkt neben das Futter, denn viele Katzen trinken lieber an einem anderen Ort. Ein Trinkbrunnen kann die Trinkmenge erhöhen. Wie viel Wasser eine Katze täglich braucht, zeigt der Katzen-Trinkmenge-Rechner.
Futterplätze sollten so stehen, dass sich die Katzen beim Fressen nicht ansehen müssen. Bei Katzen mit unterschiedlichem Futter, etwa Diätfutter, helfen Futterautomaten mit Chiperkennung. Rückzugsorte sind Höhlen, Kartons oder Körbchen, in die sich eine Katze ungestört zurückziehen kann. Erhöhte Plätze wie Regalbretter, Fensterbänke oder Kratzbäume mit Liegemulden nutzen die dritte Dimension und vergrößern das Revier ohne mehr Wohnfläche.
Kratzmöglichkeiten dienen der Krallenpflege und der Reviermarkierung. Ein Kratzbaum sollte so hoch sein, dass sich die Katze daran voll ausstrecken kann, und fest stehen. Viele Katzen kratzen gern direkt nach dem Aufwachen, deshalb gehört eine Kratzmöglichkeit in die Nähe der Schlafplätze. Ergänzend sind waagerechte Kratzbretter aus Pappe oder Sisal beliebt.
Wenn trotz guter Ausstattung Konflikte, Unsauberkeit oder Rückzug auftreten, lassen Sie die betroffene Katze zuerst tierärztlich untersuchen. Schmerzen und Erkrankungen sind häufige Ursachen für Verhaltensänderungen. Danach kann eine auf Katzen spezialisierte Verhaltensberatung helfen. Die Zahlen dieses Rechners sind Richtwerte zur Orientierung und ersetzen keine tierärztliche Beratung.
Tipps und typische Fehler
Revier gut aufteilen.
- Getrennt: Nicht nebeneinander.
- Höhe: Regale nutzen.
- Wasser: Weg vom Futter.
- Stress: Tierarzt fragen.
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Häufige Fragen
Wie viele Wassernäpfe brauchen zwei Katzen?
Empfohlen sind drei Wasserstellen an verschiedenen Orten, nicht direkt neben dem Futter.
Sollten Katzen getrennt fressen?
Ja, getrennte Futterplätze ohne Blickkontakt verringern Stress.
Wie viele Kratzbäume brauchen Katzen?
Eine Kratzmöglichkeit je Katze plus eine, mindestens eine senkrechte und eine waagerechte.
Warum streiten meine Katzen um Plätze?
Oft fehlen Ressourcen an getrennten Orten, sodass eine Katze den Zugang blockiert.
Hilft ein Trinkbrunnen?
Viele Katzen trinken an fließendem Wasser mehr.
- Mehrkatzenhaushalt Ausstattung
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- Rückzugsorte Katze
- Kratzbaum Anzahl
- zwei Katzen Ausstattung
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