Wie viel Wasser eine Katze braucht
Katzen stammen von Wüstentieren ab und haben ein schwaches Durstgefühl. In der Natur nehmen sie den größten Teil ihres Wassers mit der Beute auf, denn eine Maus besteht zu rund siebzig Prozent aus Wasser. Hauskatzen trinken deshalb oft wenig, was bei reiner Trockenfütterung zu einer zu geringen Wasseraufnahme führen kann. Das belastet auf Dauer Nieren und Harnwege.
Als Richtwert gelten etwa 40 bis 60 Milliliter Wasser je Kilogramm Körpergewicht und Tag, der Rechner verwendet standardmäßig 50 Milliliter. Darin ist das Wasser aus dem Futter bereits enthalten. Nassfutter besteht zu etwa 75 bis 82 Prozent aus Wasser, Trockenfutter nur zu rund 8 bis 10 Prozent. Die genauen Werte stehen als Feuchtigkeit auf der Verpackung.
Der Rechner zieht das Wasser aus beiden Futterarten vom Gesamtbedarf ab. Übrig bleibt die Menge, die Ihre Katze zusätzlich aus Napf oder Brunnen trinken sollte. Bei reiner Nassfütterung ist dieser Rest oft klein oder sogar null, bei Trockenfutter liegt er deutlich höher. Wärme, Bewegung, Fieber oder Durchfall erhöhen den Bedarf.
So trinken Katzen mehr
Viele Katzen trinken lieber an Stellen, die weit vom Futternapf entfernt sind, weil Wasser in der Natur nicht neben der Beute liegt. Stellen Sie deshalb mehrere Wasserstellen in der Wohnung auf, am besten in breiten, flachen Schalen aus Keramik oder Glas, an die die Schnurrhaare nicht anstoßen. Frisches Wasser ein- bis zweimal täglich ist wichtig, da Katzen abgestandenes Wasser oft meiden.
Trinkbrunnen mit fließendem Wasser regen manche Tiere zum Trinken an. Eine einfache Möglichkeit ist es außerdem, etwas lauwarmes Wasser unter das Nassfutter zu mischen. Wer überwiegend Trockenfutter gibt, kann einen Teil durch Nassfutter ersetzen; damit steigt die Wasseraufnahme deutlich, ohne dass die Katze mehr trinken muss.
Die tatsächlich getrunkene Menge lässt sich messen, indem Sie morgens eine abgemessene Menge in den Napf füllen und am nächsten Morgen den Rest abmessen. Ziehen Sie dabei die Verdunstung ab, die Sie mit einem zweiten Napf an einem Ort ohne Katzenzugang schätzen können. Mehrere Tage zu beobachten, gleicht Schwankungen aus.
Trinkt Ihre Katze plötzlich deutlich mehr als sonst, kann das ein Hinweis auf Diabetes, eine Nierenerkrankung oder eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Auch sehr wenig Urin oder häufiger erfolgloser Toilettengang sind Warnzeichen. Lassen Sie solche Veränderungen tierärztlich abklären; der Rechner liefert nur einen Richtwert. Passend dazu sind der Katzenfutterrechner und der Katzenalterrechner.
Tipps und typische Fehler
Ausreichend trinken.
- Napf: Weg vom Futter.
- Flach: Breite Schalen.
- Nassfutter: Liefert Wasser.
- Auffällig: Tierarzt fragen.
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Häufige Fragen
Wie viel muss eine Katze am Tag trinken?
Insgesamt etwa 50 ml je kg Körpergewicht, davon wird ein Teil über das Futter aufgenommen.
Trinken Katzen mit Nassfutter weniger?
Ja, Nassfutter liefert einen Großteil des Wassers, deshalb trinken sie dann oft wenig.
Wann ist viel Trinken bedenklich?
Wenn eine Katze plötzlich deutlich mehr trinkt; das sollte tierärztlich untersucht werden.
Wie bringe ich meine Katze zum Trinken?
Mehrere flache Wassernäpfe abseits vom Futter, ein Trinkbrunnen oder Wasser im Nassfutter helfen.
Wie messe ich, wie viel meine Katze trinkt?
Napf mit abgemessener Menge füllen, nach 24 Stunden den Rest messen und die Verdunstung abziehen.
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