Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wann muss das Kaninchen wieder geimpft werden?
Zwei Viruserkrankungen bedrohen Hauskaninchen in Deutschland besonders: die Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), auch Chinaseuche genannt, mit den Varianten RHD-1 und RHD-2, und die Myxomatose. Beide verlaufen häufig tödlich, und es gibt keine wirksame Behandlung. Die StIKo Vet empfiehlt daher, alle Kaninchen zu impfen, auch reine Wohnungskaninchen, weil die Erreger über Insekten, Grünfutter und Kleidung eingetragen werden.
Heute wird meist ein Kombiimpfstoff verwendet, der gegen Myxomatose und beide RHD-Varianten schützt. Nach den Angaben des Herstellers genügt dann eine Impfung pro Jahr. Werden Einzelimpfstoffe genutzt, unterscheiden sich die Intervalle: Gegen RHD wird in der Regel jährlich geimpft, gegen Myxomatose in Gebieten mit hohem Infektionsdruck teils halbjährlich, im Frühjahr und im Spätsommer.
Tragen Sie das Intervall so ein, wie es im Impfpass oder in der Gebrauchsinformation steht. Der Rechner setzt daraus die nächsten drei Termine und ein Erinnerungsdatum. Er gibt keine Impfmengen an. Die Ergebnisse sind Richtwerte und ersetzen nicht die Beratung durch die Tierärztin.
Impfen zur richtigen Jahreszeit
Myxomatose wird vor allem durch Stechmücken und Flöhe übertragen. Deshalb sollte der Impfschutz im Frühjahr stehen, bevor die Mückensaison beginnt. Liegt die jährliche Kombiimpfung ungünstig im Hochsommer, kann die Praxis den Termin einmalig etwas vorziehen und so in den Frühling verschieben. Ein Fliegengitter am Außengehege senkt das Risiko zusätzlich.
Junge Kaninchen können je nach Impfstoff ab der fünften Lebenswoche geimpft werden. Der Schutz baut sich in etwa drei Wochen auf. Neu angeschaffte Tiere mit unklarem Impfstatus sollten vor dem Zusammensetzen mit der Gruppe untersucht und geimpft werden, denn RHD verbreitet sich in Beständen sehr schnell.
Bei der Impfung untersucht die Praxis das Kaninchen gründlich. Besonders wichtig ist die Kontrolle der Zähne, weil Kaninchenzähne lebenslang wachsen und Fehlstellungen schnell zu Problemen beim Fressen führen. Auch Gewicht, Fell, Ohren und Krallen werden geprüft. Der Impftermin ist damit gleichzeitig die jährliche Vorsorgeuntersuchung.
Ein Intervall von mehr als zwölf Monaten beim Kombiimpfstoff ist nicht vorgesehen. Wenn ein Termin verpasst wurde, fragen Sie die Praxis, ob eine einfache Auffrischung genügt oder neu grundimmunisiert werden muss. Der Rechner markiert zu lange Intervalle als Hinweis.
Tipps und typische Fehler
Kaninchen sicher schützen.
- Frühjahr: Vor Mückensaison.
- Kombi: Ein Termin pro Jahr.
- Gitter: Gegen Insekten.
- Neuzugang: Erst impfen.
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Häufige Fragen
Wie oft muss ein Kaninchen geimpft werden?
Mit dem Kombiimpfstoff gegen Myxomatose und RHD in der Regel einmal jährlich.
Muss ein Wohnungskaninchen geimpft werden?
Ja, weil RHD und Myxomatose auch über Insekten, Futter und Kleidung übertragen werden.
Wann ist die beste Jahreszeit für die Impfung?
Im Frühjahr, damit der Schutz vor der Mückensaison steht.
Ab welchem Alter kann man Kaninchen impfen?
Je nach Impfstoff ab etwa der fünften Lebenswoche.
Was ist RHD-2?
Eine Variante der Chinaseuche, gegen die moderne Impfstoffe ebenfalls schützen.
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