Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
Wann muss der Welpe zum Impfen?
Welpen bekommen über die Muttermilch Antikörper, die sie in den ersten Lebenswochen schützen. Diese mütterlichen Antikörper bauen sich unterschiedlich schnell ab und können eine Impfung wirkungslos machen. Deshalb wird nicht einmal, sondern mehrfach im Abstand von etwa vier Wochen geimpft. So ist sicher, dass mindestens eine Impfung in das Zeitfenster fällt, in dem der Schutz der Mutter nachlässt.
Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt in ihrer Leitlinie für Kleintiere Impfungen in der 8., 12. und 16. Lebenswoche sowie im 15. Lebensmonat. Zu den Pflichtkomponenten, den sogenannten Core-Impfungen, gehören Staupe, Hepatitis contagiosa canis, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut. Der Rechner setzt diese Termine aus dem Geburtsdatum.
Dosierungen und die Wahl des Impfstoffs gibt der Rechner bewusst nicht an. Das entscheidet die Tierarztpraxis nach Untersuchung des Welpen, denn je nach Präparat unterscheidet sich das Schema leicht, etwa bei der Zahl der Tollwut- oder Leptospirose-Impfungen. Der Kalender ist ein Richtwert und ersetzt nicht das Gespräch in der Praxis.
Auffrischungen und Reisen
Nach der Grundimmunisierung unterscheiden sich die Intervalle je nach Erreger. Gegen Leptospirose hält der Schutz nur etwa ein Jahr, daher wird jährlich aufgefrischt. Gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose genügt bei erwachsenen Hunden in der Regel eine Auffrischung alle drei Jahre. Bei Tollwut richtet sich der Abstand nach der Zulassung des Impfstoffs, meist ein bis drei Jahre.
Wer mit dem Hund ins EU-Ausland reisen möchte, braucht einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Nach der EU-Verordnung 576/2013 darf frühestens ab der 12. Lebenswoche gegen Tollwut geimpft werden, und der Schutz gilt erst 21 Tage nach der Erstimpfung. Daraus ergibt sich das früheste Reisedatum. Einige Länder verlangen zusätzlich eine Bandwurmbehandlung oder einen Antikörpertest.
Bis zum Abschluss der Grundimmunisierung sollte der Welpe den Kontakt zu fremden, ungeimpften Hunden und zu stark frequentierten Hundewiesen möglichst einschränken. Welpenspielgruppen mit geimpften Tieren und sauberen Flächen sind dagegen wichtig für die Sozialisierung. Fragen Sie die Praxis, ab wann ein ausreichender Schutz für Ihren Welpen besteht.
Neben den Core-Impfungen gibt es sogenannte Non-Core-Impfungen, etwa gegen Zwingerhusten oder Borreliose. Sie werden je nach Lebensumständen empfohlen, zum Beispiel vor einem Aufenthalt in einer Tierpension. Ob sie sinnvoll sind, klären Sie mit der Tierärztin. Ein Parvovirose-Antikörpertest kann bei Unsicherheit zeigen, ob der Welpe ausreichend geschützt ist.
Tipps und typische Fehler
Impfplan im Blick.
- Impfpass: Immer mitnehmen.
- Abstand: Rund vier Wochen.
- Kontakt: Bis zum Schutz begrenzen.
- Reise: 21 Tage Wartezeit.
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Häufige Fragen
Wann wird ein Welpe zum ersten Mal geimpft?
Nach der StIKo Vet in der 8. Lebenswoche, meist noch beim Züchter.
Wie oft muss ein Welpe geimpft werden?
In der 8., 12. und 16. Lebenswoche sowie im 15. Lebensmonat.
Ab wann darf der Welpe ins EU-Ausland?
Frühestens 21 Tage nach der ersten Tollwutimpfung, also ab etwa 15 Wochen.
Was sind Core-Impfungen beim Hund?
Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose und Tollwut.
Warum braucht ein Welpe mehrere Impfungen?
Weil mütterliche Antikörper frühe Impfungen unwirksam machen können.
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