Wie viel stärker ist ein Beben der Magnitude 7?
Erdbebenstärken werden auf einer logarithmischen Skala angegeben. Ein Unterschied von einer Magnitude klingt klein, bedeutet aber viel: Die Ausschläge im Seismogramm sind zehnmal so groß, die freigesetzte Energie ist rund 31,6-mal so hoch. Zwei Magnituden Unterschied entsprechen bereits dem Tausendfachen an Energie.
Der Rechner vergleicht zwei Beben miteinander. Er zeigt das Energieverhältnis, das Verhältnis der Amplituden und die Energie jedes Bebens in Joule. Damit man sich die Größenordnungen vorstellen kann, rechnet er die Energie zusätzlich in Tonnen TNT um. Ein Beben der Magnitude 6 setzt etwa so viel Energie frei wie 15 Kilotonnen TNT.
Grundlage ist die Beziehung zwischen Magnitude und abgestrahlter Energie nach Gutenberg und Richter. Sie gilt näherungsweise für die heute übliche Momenten-Magnitude, die in Nachrichten meist einfach als Stärke auf der Richterskala bezeichnet wird.
Magnitude, Intensität und Schäden
Die Magnitude beschreibt die Stärke eines Bebens an seinem Herd. Wie stark die Erschütterung an einem bestimmten Ort spürbar ist, beschreibt dagegen die Intensität, etwa auf der Europäischen Makroseismischen Skala mit zwölf Stufen. Ein Beben hat eine Magnitude, aber an jedem Ort eine andere Intensität, je nach Entfernung, Tiefe und Untergrund.
Beben unter Magnitude 2 werden von Menschen meist nicht bemerkt und nur von Messgeräten registriert. Ab etwa 4 sind sie deutlich spürbar, ab 5 bis 6 können sie Schäden an Gebäuden verursachen. Beben ab Magnitude 7 gelten als stark, solche ab 8 als sehr stark. Die stärksten gemessenen Beben erreichten Werte um 9,5.
In Deutschland sind spürbare Erdbeben selten, aber nicht ausgeschlossen. Erdbebengebiete liegen vor allem im Oberrheingraben, in der Niederrheinischen Bucht, auf der Schwäbischen Alb und im Vogtland. Für Gebäude in diesen Zonen gelten besondere Anforderungen an die Bauweise. Informationen zu aktuellen Beben veröffentlichen die geologischen Dienste der Länder und Forschungseinrichtungen.
Der Vergleich mit TNT dient der Anschauung und ist keine physikalisch gleichwertige Beschreibung: Die Energie eines Bebens verteilt sich über eine große Bruchfläche und eine längere Zeit. Wie weit ein Gewitter entfernt ist, berechnet der Gewitter-Entfernung-Rechner, Energieeinheiten rechnet der Energie-Umrechner um.
Tipps und typische Fehler
Erdbeben einordnen.
- Logarithmisch: Eine Stufe ×31,6.
- Tiefe: Beeinflusst Schäden.
- Intensität: Ortsabhängig.
- Quelle: Erdbebendienste.
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Häufige Fragen
Wie viel stärker ist Magnitude 7 als 6?
Etwa 31,6-mal so viel Energie und zehnmal so große Ausschläge.
Was ist die Richterskala?
Eine logarithmische Skala für die Erdbebenstärke; heute wird meist die Momenten-Magnitude verwendet.
Wie viel TNT entspricht einem Beben?
Magnitude 6 entspricht etwa 15 Kilotonnen, Magnitude 7 etwa 477 Kilotonnen TNT.
Was ist der Unterschied zwischen Magnitude und Intensität?
Die Magnitude misst die Stärke am Herd, die Intensität die Wirkung an einem Ort.
Ab welcher Magnitude spürt man ein Beben?
Meist ab etwa 2 bis 3, deutlich ab 4.
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- Erdbeben Energie Joule
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