Was die Ladezeit bestimmt
Wie lange ein Akku lädt, hängt von drei Dingen ab: der Energiemenge, die hinein soll, der Leistung, mit der geladen wird, und den Verlusten unterwegs. Auf Akkus steht oft nur die Kapazität in Milliamperestunden. Zusammen mit der Nennspannung ergibt sich daraus die Energie in Wattstunden, und die ist für die Rechnung entscheidend.
Ein Handyakku mit 5.000 mAh bei 3,85 V speichert 19,25 Wh. Soll er von 20 auf 100 Prozent geladen werden, fehlen 80 Prozent davon. Weil beim Laden Wärme entsteht und das Netzteil Verluste hat, muss mehr Energie aus der Steckdose kommen, als im Akku ankommt. Der Wirkungsgrad bildet das ab; 80 bis 90 Prozent sind bei Kleingeräten üblich.
Lithium-Ionen-Akkus laden nicht bis zum Ende mit voller Leistung. Ab etwa 80 Prozent schaltet die Ladeelektronik auf konstante Spannung, der Strom sinkt. Der Rechner berücksichtigt das vereinfacht: Bis 80 Prozent rechnet er mit der vollen Ladeleistung, darüber mit der Hälfte. So entsteht eine realistischere Schätzung als mit einer reinen Division.
Ladegerät, Kabel und Akkupflege
Die Angabe auf dem Netzteil ist eine Obergrenze. Ein Gerät lädt nur so schnell, wie es selbst zulässt, und auch nur, wenn Kabel und Ladeprotokoll passen. Ein 65-W-Netzteil beschleunigt ein Handy, das höchstens 25 W annimmt, nicht weiter. Tragen Sie deshalb die tatsächlich mögliche Leistung ein, im Zweifel den kleineren Wert von Netzteil und Gerät.
Wärme verlangsamt das Laden zusätzlich. Viele Geräte drosseln, wenn sie heiß werden, etwa beim Laden in der Sonne, unter dem Kopfkissen oder beim gleichzeitigen Spielen. Bei Kälte unter etwa fünf Grad nehmen Lithium-Akkus nur wenig Strom auf. Die Rechnung gilt für Raumtemperatur und einen gesunden Akku.
Für eine lange Lebensdauer ist es günstig, Akkus nicht ständig bis 100 Prozent zu laden und nicht ganz leer laufen zu lassen. Viele Handys und Laptops bieten eine Ladebegrenzung auf 80 oder 85 Prozent. Mit dem Rechner sehen Sie, wie viel Zeit Sie dabei sparen, denn gerade die letzten Prozent dauern am längsten.
Bei E-Bikes, Werkzeugakkus und Powerstations steht die Kapazität oft schon in Wattstunden auf dem Akku; wählen Sie dann diese Einheit. Für Elektroautos gibt es einen eigenen Rechner zur Ladedauer an Wallbox und Schnelllader. Wie lange eine volle Ladung im Betrieb reicht, beantwortet der Akkulaufzeit-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Schonend laden.
- 80 Prozent: Schont den Akku.
- Wärme: Vermeiden.
- Netzteil: Passend wählen.
- Kabel: Für Schnellladen geeignet.
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Häufige Fragen
Wie rechne ich mAh in Wh um?
mAh mal Spannung in Volt durch 1.000.
Warum dauern die letzten 20 Prozent so lange?
Ab etwa 80 Prozent sinkt der Ladestrom, um den Akku zu schonen.
Lädt ein stärkeres Netzteil immer schneller?
Nur bis zur Leistung, die das Gerät selbst annimmt.
Wie lange lädt ein Handy mit 5.000 mAh?
Mit 20 W von 20 auf 100 Prozent gut eine Stunde.
Schadet Schnellladen dem Akku?
Häufiges Schnellladen erzeugt mehr Wärme und kann die Alterung etwas beschleunigen.
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