Bau & Handwerk

Anzahl der Leuchten für einen Raum berechnen

Geben Sie Raummaße, die gewünschte Beleuchtungsstärke und die Daten Ihrer Leuchte ein. Der Rechner ermittelt nach dem Wirkungsgradverfahren die nötige Stückzahl und die damit erreichte Beleuchtungsstärke.

Raum und Leuchte
Abstand Leuchte bis Arbeitsfläche (meist 0,75 m über dem Boden); nur für den Raumindex.
Büroarbeitsplatz 500 lx, Flur 100 lx, Lager 100 bis 200 lx; Werte nach DIN EN 12464-1 bzw. ASR A3.4, Stand prüfen.
Steht im Datenblatt der Leuchte (Leuchtenlichtstrom).
Aus der Tabelle des Herstellers nach Raumindex und Reflexionsgraden; typisch 40 bis 80 %.
Saubere Räume mit LED etwa 0,8; staubige Umgebung 0,6 bis 0,7.
0 eingeben, wenn die Leistung nicht interessiert.
Ergebnis

So arbeitet das Wirkungsgradverfahren

Das Wirkungsgradverfahren ist die klassische Handrechnung der Lichtplanung. Es fragt, wie viel Lichtstrom insgesamt in einen Raum gebracht werden muss, damit auf der Nutzebene im Mittel eine bestimmte Beleuchtungsstärke ankommt. Die Beleuchtungsstärke in Lux ist nichts anderes als Lichtstrom in Lumen pro Quadratmeter. Ein Raum mit 30 m² und 500 lx braucht also rechnerisch 15.000 lm auf der Arbeitsfläche.

Nicht jedes Lumen, das die Leuchte abgibt, erreicht diese Fläche. Ein Teil wird von Wänden und Decke geschluckt, ein anderer bleibt im Leuchtengehäuse. Der Beleuchtungswirkungsgrad fasst beides zusammen. Er hängt vom Raumindex k ab, also vom Verhältnis der Grundfläche zur Lichtpunkthöhe, und von den Reflexionsgraden der Raumflächen. Hohe, schmale Räume haben einen kleinen Raumindex und damit schlechtere Wirkungsgrade.

Der Wartungsfaktor berücksichtigt, dass die Anlage altert: Leuchten verschmutzen, LED-Module verlieren Lichtstrom, Wände werden dunkler. Weil DIN EN 12464-1 Wartungswerte vorgibt, also Werte, die auch kurz vor der nächsten Reinigung noch erreicht werden müssen, plant man neue Anlagen entsprechend heller.

n=E⋅AΦLeuchte⋅η⋅WF; Raumindex k=a⋅bh⋅(a+b); erreichte Beleuchtungssta¨rke E=n⋅Φ⋅η⋅WFAn = \frac{E \cdot A}{Φ_{\text{Leuchte}} \cdot η \cdot \text{WF}};\ \text{Raumindex k} = \frac{a \cdot b}{h \cdot \left(a + b\right)};\ \text{erreichte Beleuchtungsstärke E} = \frac{n \cdot Φ \cdot η \cdot \text{WF}}{A}

Beispiel: Ein Büro misst 6 m × 5 m, also 30 m². Gefordert sind 500 lx. Die Leuchte liefert 4.000 lm, der Beleuchtungswirkungsgrad beträgt 60 %, der Wartungsfaktor 0,8. Rechnerisch sind 500 · 30 ÷ (4.000 · 0,6 · 0,8) = 7,81 Leuchten nötig, aufgerundet 8 Stück. Damit erreicht der Raum 512 lx. Bei 30 W je Leuchte ergibt das 240 W oder 8,0 W/m². Der Raumindex liegt bei 1,36 für 2 m Lichtpunkthöhe.

Ergebnis richtig einordnen

Das Verfahren liefert die mittlere Beleuchtungsstärke im Raum. Es sagt nichts darüber, ob das Licht gleichmäßig verteilt ist oder ob einzelne Arbeitsplätze im Schatten liegen. Für die Anordnung gilt als Faustregel, dass der Abstand zwischen den Leuchten etwa der Lichtpunkthöhe bis zum 1,5-Fachen davon entsprechen sollte und der Abstand zur Wand etwa die Hälfte.

Den Beleuchtungswirkungsgrad finden Sie in den Planungstabellen der Leuchtenhersteller, sortiert nach Raumindex und Reflexionsgraden von Decke, Wand und Boden. Ohne diese Tabellen sind 50 bis 60 Prozent für direkt strahlende LED-Leuchten in hellen Räumen ein brauchbarer Startwert. Indirekt strahlende Leuchten kommen oft nur auf 30 bis 45 Prozent.

Für Arbeitsstätten nennt die Technische Regel ASR A3.4 Mindestwerte, für die Planung von Innenraumbeleuchtung gilt DIN EN 12464-1. Prüfen Sie die aktuelle Fassung, denn die Normwerte werden regelmäßig überarbeitet. Wer eine exakte Verteilung braucht, rechnet mit Lichtplanungsprogrammen wie DIALux oder Relux, die jede Leuchte einzeln nach ihrer Lichtstärkeverteilung berücksichtigen.

Die spezifische Anschlussleistung in W/m² hilft beim Vergleich von Varianten und beim Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz. Moderne LED-Anlagen kommen in Büros mit 500 lx oft auf 5 bis 8 W/m². Wie sich die Beleuchtungsstärke an einem einzelnen Punkt unter einer Lampe ergibt, zeigt der Beleuchtungsstärke-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Licht planen.

  • Datenblatt: Leuchtenlichtstrom nutzen.
  • Wände: Hell erhöht η.
  • Abstand: Gleichmäßig verteilen.
  • Reserve: Aufrunden.

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Häufige Fragen

Wie viele Lux braucht ein Büro?

Für Schreib- und Bildschirmarbeit nennt DIN EN 12464-1 einen Wartungswert von 500 lx im Bereich der Sehaufgabe.

Was ist der Raumindex?

Ein Maß für die Raumgeometrie: Grundfläche geteilt durch Lichtpunkthöhe mal halben Umfang. Er dient zum Ablesen des Raumwirkungsgrads.

Warum wird die Anzahl aufgerundet?

Weil nur ganze Leuchten installiert werden können und der Wartungswert nicht unterschritten werden soll.

Wie viel Lumen braucht ein Wohnzimmer?

Für allgemeine Beleuchtung etwa 100 bis 200 lm pro m², für Leseplätze mehr.

Was ist der Wartungsfaktor?

Ein Abschlag für Alterung und Verschmutzung der Anlage, meist 0,67 bis 0,8.

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