Wie viele L-Steine brauche ich?
L-Steine sind Winkelstützelemente aus Stahlbeton. Der senkrechte Schenkel bildet die Wand, der waagerechte Fuß liegt unter dem Erdreich und wird von diesem belastet. Dadurch hält das Element den Hang aus eigenem Gewicht und der Auflast. Für die Planung brauchen Sie drei Mengen: die Stückzahl, das Fundament und die Hinterfüllung.
Die Stückzahl ergibt sich aus der Wandlänge geteilt durch die Elementbreite, aufgerundet auf ganze Steine. Die Elemente werden stumpf gestoßen, eine Mörtelfuge ist nicht nötig. Das Fundament ist ein Streifen aus Magerbeton unter dem Fuß, der zu beiden Seiten etwas übersteht. Seine Breite ist also Fußlänge plus zweimal Überstand.
Hinter dem senkrechten Schenkel sollte eine Schicht aus Drainkies oder Schotter liegen, damit Sickerwasser nach unten abläuft und sich kein Wasserdruck aufbaut. Der Rechner nimmt dafür einen Streifen in der eingegebenen Breite über die volle Steinhöhe an. Das übrige Erdreich kann später wieder eingebaut werden.
Was beim Setzen von L-Steinen wichtig ist
Die Fußlänge eines L-Steins ist kein beliebiger Wert. Sie wird vom Hersteller für bestimmte Belastungen bemessen, etwa für ebenes Gelände ohne Verkehr oder für eine befahrene Fläche oberhalb der Wand. Wählen Sie das Element passend zur Situation und übernehmen Sie Fußlänge und Fundamentangaben aus der Typenstatik.
Ein Fundament aus Magerbeton ist bei vielen Herstellern die Regel, manchmal genügt ein verdichtetes Schotterbett. Unter dem Fundament muss der Boden tragfähig und frostsicher sein. In frostgefährdeten Lagen wird oft eine Frostschutzschicht darunter eingebaut. Diese Menge berechnen Sie mit dem Frostschutzschicht-Rechner.
Bei längeren Wänden kommen Eckelemente hinzu, die in der Stückzahl nicht enthalten sind. Zählen Sie Ecken getrennt und ziehen Sie deren Länge von der Wandlänge ab. Ein Drainagerohr am Fuß der Kiesschicht leitet das Wasser seitlich ab; ein Vlies zwischen Kies und Erdreich verhindert, dass die Drainage verschlämmt.
L-Steine wiegen je nach Größe mehrere hundert Kilogramm bis über eine Tonne. Zum Setzen ist meist ein Bagger mit Versetzzange nötig. Ab etwa einem Meter Höhe sollten Sie die Statik von einem Fachplaner prüfen lassen; ob eine Genehmigung nötig ist, regelt die Landesbauordnung. Der Rechner liefert nur Mengen, keine Bemessung.
Tipps und typische Fehler
Stützwand setzen.
- Statik: Typenblatt nutzen.
- Drainage: Kies und Rohr.
- Vlies: Gegen Verschlämmen.
- Ecken: Extra zählen.
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Häufige Fragen
Wie tief muss das Fundament für L-Steine sein?
Üblich sind 15 bis 30 Zentimeter Magerbeton auf tragfähigem, frostsicherem Untergrund; maßgeblich sind die Herstellerangaben.
Wohin zeigt der Fuß des L-Steins?
In der Regel zur Hangseite, damit das Erdreich auf dem Fuß lastet.
Braucht man zwischen L-Steinen eine Fuge?
Nein, sie werden meist stumpf gestoßen; ein Fugenband kann die Stöße abdichten.
Wie schwer ist ein L-Stein?
Je nach Größe von gut 100 Kilogramm bis über eine Tonne.
Kann man L-Steine ohne Fundament setzen?
Nur wenn der Hersteller ein verdichtetes Schotterbett zulässt.
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Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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