Warum ein Gebiss genau passen muss
Ein zu schmales Gebiss drückt die Ringe oder Seitenteile gegen die Maulwinkel und kann sie wund scheuern. Ein zu breites Gebiss rutscht im Maul hin und her, die Einwirkung wird ungenau, und bei gebrochenen Gebissen drückt das Gelenk tiefer auf Zunge oder Gaumen. Die richtige Breite ist deshalb eine Frage von Komfort und feiner Hilfengebung.
Gemessen wird die Breite des Mauls innen, an der Stelle, an der das Gebiss liegt. Praktisch geht das mit einem Holzstab oder einer Schnur, an der Sie die beiden Maulwinkel markieren. Genauer sind spezielle Messgebisse mit Skala. Messen Sie zweimal und nehmen Sie den Mittelwert, denn Pferde bewegen beim Messen gerne die Zunge.
Je nach Gebissart wird etwas zugegeben. Lose Ringe einer Wassertrense brauchen etwa einen halben Zentimeter Luft je Seite, damit die Ringlöcher die Haut nicht einklemmen. Olivenkopf, D-Ring und Stangengebisse liegen fester an, hier reicht rund ein halber Zentimeter insgesamt. Der Rechner rundet auf die handelsübliche Abstufung von 0,5 Zentimetern auf.
Sitz des Gebisses kontrollieren
Nach dem Auftrensen sollten bei einer Wassertrense auf jeder Seite etwa ein halber Zentimeter, also ungefähr Fingerbreite oder weniger, zwischen Maulwinkel und Ring frei sein. Ziehen Sie das Gebiss dafür gerade, ohne das Pferd zu stören. Bei Olivenkopf und D-Ring sollten die Seitenteile die Maulwinkel nur leicht berühren, ohne sie einzudrücken.
Die Höhe im Maul stellen Sie über die Backenstücke ein. Bei Trensen bildet sich üblicherweise eine leichte Falte im Maulwinkel. Hängt das Gebiss zu tief, schlägt es an die Hakenzähne, sitzt es zu hoch, zieht es die Maulwinkel nach oben. Auch die Stärke spielt eine Rolle: Pferde mit fleischiger Zunge oder flachem Gaumen kommen mit dünneren Gebissen oft besser zurecht.
Die Größenklassen sind Richtwerte. Ponys haben meist Gebisse zwischen 10,5 und 12 Zentimetern, Warmblüter zwischen 13 und 14,5, Kaltblüter darüber. Einzelne Pferde weichen deutlich ab. Hersteller messen außerdem teils mit, teils ohne Ringlöcher, und einige Länder nutzen Zollgrößen. Vergleichen Sie deshalb im Zweifel mit einem Gebiss, das gut passt.
Zeigt das Pferd Unwillen, Kopfschlagen oder Verletzungen an Maulwinkeln und Laden, lassen Sie Maul und Zähne von einer Tierarztpraxis oder einer Fachkraft für Pferdezahnheilkunde untersuchen. Die passende Decke finden Sie mit dem Pferdedecke-Größe-Rechner, die Sitzgröße des Sattels mit dem Sattelgröße-Rechner, das Alter in Menschenjahren mit dem Pferdealter-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Gebiss gut anpassen.
- Zweimal: Messen.
- Wassertrense: 1 cm Spiel.
- Höhe: Leichte Falte.
- Zähne: Kontrollieren lassen.
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Häufige Fragen
Wie messe ich die Maulbreite meines Pferdes?
Mit einem Messgebiss oder einer Schnur, an der Sie die Maulwinkel markieren, innen von Winkel zu Winkel.
Wie viel Luft braucht eine Wassertrense?
Etwa einen halben Zentimeter je Seite, insgesamt also rund einen Zentimeter mehr als die Maulbreite.
Welche Gebissgröße hat ein Pony?
Häufig 10,5 bis 12 cm, je nach Rasse und Kopfform aber auch mehr oder weniger.
Was ist ein Messgebiss?
Ein Stab mit Skala, der ins Maul gelegt wird und die Breite zwischen den Maulwinkeln anzeigt.
Wie dick sollte ein Gebiss sein?
Häufig 14 bis 18 mm; bei wenig Platz im Maul eher dünner.
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