Wie lange fliegt die Drohne mit einem Akku?
Hersteller geben Flugzeiten unter idealen Bedingungen an: windstill, ohne Zuladung, im ruhigen Schwebeflug. Im Alltag liegt die tatsächliche Zeit oft deutlich darunter. Wer selbst einen Multicopter baut, einen größeren Akku einsetzen will oder eine Kamera nachrüstet, braucht eine eigene Abschätzung. Dieser Rechner liefert sie aus wenigen technischen Daten.
Ausgangspunkt ist die im Akku gespeicherte Energie in Wattstunden, also Kapazität mal Spannung. Davon ist nur ein Teil nutzbar, weil Lithium-Akkus nicht tief entladen werden sollten und eine Reserve für die Landung nötig ist. Diese nutzbare Energie wird durch die mittlere Leistung der Motoren und der Elektronik geteilt. Das Ergebnis ist die Flugzeit in Minuten.
Zusätzlich zeigt der Rechner den mittleren Strom und die Entladerate in C. Die C-Rate gibt an, wie stark der Akku im Verhältnis zu seiner Kapazität belastet wird. Liegt sie nahe an der zulässigen Dauerbelastung laut Datenblatt, wird der Akku heiß und altert schneller. Dann ist ein Akku mit höherer Kapazität oder höherer Belastbarkeit sinnvoll.
Realistisch planen
Die Leistungsaufnahme ist die größte Unsicherheit. Am genauesten ist ein Wert aus der Telemetrie oder einem Logfile des Flugcontrollers. Hilfsweise lässt sich aus einer gemessenen Flugzeit und dem verbrauchten Akkuinhalt rückrechnen. Wind, schnelle Manöver und Steigflüge erhöhen den Verbrauch deutlich, ebenso jede zusätzliche Last wie Gimbal oder Schutzbügel.
Ein größerer Akku verlängert die Flugzeit nicht im gleichen Verhältnis, denn er ist schwerer und erhöht selbst die benötigte Leistung. Ab einem gewissen Punkt bringt mehr Kapazität kaum noch Minuten. Rechnen Sie daher mit dem neuen Abfluggewicht neu und schätzen Sie die Mehrleistung ab, statt nur die Kapazität zu ändern.
Kälte senkt die verfügbare Kapazität spürbar. Im Winter sollten Akkus vor dem Start warm gelagert werden, und der nutzbare Anteil sollte niedriger angesetzt werden. Landen Sie, bevor die Warnung für niedrige Spannung erscheint. Tiefentladene Lithium-Akkus können dauerhaft beschädigt werden und sind beim nächsten Laden ein Sicherheitsrisiko.
Für Flugreisen ist die Energie in Wattstunden wichtig. Fluggesellschaften begrenzen Lithium-Akkus im Handgepäck nach Wh, größere Akkus brauchen eine Genehmigung oder sind ausgeschlossen. Die genauen Grenzen legen Airline und Vorschriften fest; prüfen Sie den aktuellen Stand vor der Reise. Auch für den Drohnenbetrieb selbst gelten Regeln zu Registrierung, Nachweis und Flugzonen, die Sie beim Luftfahrt-Bundesamt nachlesen können.
Tipps und typische Fehler
Länger fliegen.
- Gewicht: Minimieren.
- Kälte: Akku vorwärmen.
- Reserve: Früh landen.
- Telemetrie: Watt messen.
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Häufige Fragen
Wie berechne ich Wh aus mAh?
Kapazität in mAh durch 1000 teilen und mit der Nennspannung multiplizieren: 5000 mAh bei 14,8 V sind 74 Wh.
Warum fliegt meine Drohne kürzer als angegeben?
Herstellerwerte gelten für Idealbedingungen. Wind, Kälte, Zuladung und dynamisches Fliegen verkürzen die Zeit.
Was bedeutet die C-Rate?
Sie setzt den Strom ins Verhältnis zur Kapazität. 1 C entlädt einen Akku rechnerisch in einer Stunde.
Wie viel Reserve sollte ich bei der Landung haben?
Viele Piloten landen mit 20 bis 30 % Restkapazität.
Darf ich Drohnenakkus ins Flugzeug mitnehmen?
Meist nur im Handgepäck und mit Wh-Grenzen; Regeln vor der Reise prüfen.
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