Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.
So arbeitet eine Brauchwasser-Wärmepumpe
Eine Brauchwasser-Wärmepumpe ist ein Warmwasserspeicher mit aufgesetzter kleiner Wärmepumpe. Sie entzieht der Luft im Aufstellraum Wärme und hebt sie mit einem Kältekreis auf die Temperatur des Trinkwassers. Aus einer Kilowattstunde Strom entstehen so meist zweieinhalb bis dreieinhalb Kilowattstunden Wärme. Dieses Verhältnis heißt Arbeitszahl oder COP.
Hersteller messen den COP nach der Norm EN 16147 bei festgelegten Lufttemperaturen und Zapfprofilen. Im Alltag hängt er von der Raumtemperatur, der eingestellten Wassertemperatur und dem Speicherverlust ab. Je wärmer der Aufstellraum und je niedriger die Solltemperatur, desto effizienter arbeitet das Gerät.
Der Rechner bestimmt zuerst die Nutzwärme des Warmwassers aus Menge und Temperaturhub. Zur Erwärmung eines Liters Wasser um ein Kelvin sind 1,163 Wattstunden nötig. Für Speichersysteme kommt der tägliche Bereitschaftsverlust hinzu. Der elektrische Durchlauferhitzer hat keinen Speicher und wird mit einem Wirkungsgrad von 98 Prozent gerechnet.
Worauf Sie bei der Planung achten sollten
Die Wärme, die das Gerät der Raumluft entzieht, fehlt im Aufstellraum. Im unbeheizten Keller ist das erwünscht und kühlt Vorräte oder entfeuchtet leicht. Steht das Gerät in der beheizten Wohnung, holt es sich die Wärme im Winter teilweise aus der Heizung. Der Rechner weist diese Wärmemenge aus, damit Sie den Effekt abschätzen können.
Gegenüber einem elektrischen Durchlauferhitzer oder Heizstab spart die Wärmepumpe am meisten, weil sie denselben Strompreis mit der Arbeitszahl vervielfacht. Gegenüber einer Gasheizung hängt der Vorteil stark von den Preisen ab. Gerade im Sommer arbeiten alte Heizkessel nur für Warmwasser ineffizient, sodass der reale Nutzungsgrad oft unter 70 Prozent liegt.
Mit einer Photovoltaikanlage lässt sich die Brauchwasser-Wärmepumpe tagsüber mit eigenem Strom betreiben. Viele Geräte haben dafür einen Eingang für ein Freigabesignal. Setzen Sie dann statt des Bezugspreises einen Mischpreis aus Eigenstrom und Netzstrom ein. Die Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude ändert sich regelmäßig; prüfen Sie den aktuellen Stand vor dem Kauf.
Für den Legionellenschutz heizen viele Geräte regelmäßig auf 60 °C oder mehr, teils mit dem Heizstab. Das erhöht den Verbrauch etwas. Die Rechnung liefert eine Orientierung und ersetzt kein Angebot eines Fachbetriebs; sie ist keine Anlageberatung. Den Energiebedarf des Warmwassers allein berechnet der Warmwasser-Rechner, Leistung und Kosten eines Durchlauferhitzers der gleichnamige Rechner.
Tipps und typische Fehler
Warmwasser effizient.
- Aufstellort: Warm und groß.
- Temperatur: Nicht zu hoch.
- PV: Tagsüber laden.
- Förderung: Stand prüfen.
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Häufige Fragen
Wo stellt man eine Brauchwasser-Wärmepumpe am besten auf?
In einem Raum mit mindestens etwa 8 bis 10 °C und ausreichend Luftvolumen, oft im Keller oder Hauswirtschaftsraum.
Wie laut ist eine Brauchwasser-Wärmepumpe?
Ähnlich wie ein Kühlschrank bis ein leiser Lüfter, meist um 40 bis 50 dB(A).
Brauche ich bei einer Brauchwasser-Wärmepumpe einen Heizstab?
Für Legionellenschutz und Spitzenbedarf haben die meisten Geräte einen eingebauten.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Für vier Personen sind 250 bis 300 Liter üblich.
Kühlt eine Brauchwasser-Wärmepumpe den Keller?
Ja, sie entzieht der Raumluft Wärme und senkt die Temperatur um einige Grad.
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Rechtlicher Hinweis: Die Werte sind Richtwerte. Arbeiten an Elektro-, Gas- und Heizungsanlagen dürfen nur zugelassene Fachbetriebe ausführen; Angaben der Hersteller und Versorger gehen vor.
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