Wie viel Rohfutter braucht das Tier?
Beim BARF, der Fütterung mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien und etwas Gemüse, wird die Menge meist als Prozentsatz des Körpergewichts angegeben. Für einen ausgewachsenen, normal aktiven Hund gelten 2 bis 3 Prozent als Ausgangswert, für Katzen eher 3 bis 4 Prozent. Sehr aktive Hunde, Arbeitshunde und junge Tiere brauchen mehr, ältere oder kastrierte Tiere oft weniger.
Der Rechner multipliziert das Körpergewicht mit diesem Prozentsatz und erhält die Tagesration in Gramm. Anschließend trennt er den pflanzlichen Anteil ab und teilt den tierischen Rest nach einem verbreiteten Schema auf. Für Hunde sind das 50 Prozent Muskelfleisch, 20 Prozent Pansen und Blättermagen, 15 Prozent Innereien und 15 Prozent rohe fleischige Knochen.
Katzen sind strenger auf tierisches Futter angewiesen. Für sie verwendet der Rechner 80 Prozent Muskelfleisch, 10 Prozent Innereien und 10 Prozent fleischige Knochen und setzt den pflanzlichen Anteil standardmäßig nur auf 5 Prozent. Pansen fällt bei Katzen weg. Wer nach einem anderen Schema füttert, kann den pflanzlichen Anteil über das Auswahlfeld anpassen.
BARF richtig zusammenstellen
Grundlage für die Rechnung ist das Idealgewicht, nicht das aktuelle Gewicht. Ein übergewichtiger Hund würde sonst zu viel bekommen. Wiegen Sie Ihr Tier in den ersten Wochen regelmäßig und passen Sie den Prozentsatz in kleinen Schritten an. Nimmt es zu, senken Sie die Ration um etwa 0,2 Prozentpunkte, nimmt es ab, erhöhen Sie sie entsprechend.
Innereien sind nicht gleich Innereien: Ein Teil sollte Leber sein, weil sie viel Vitamin A liefert, der Rest Niere, Milz oder Herz. Zu viel Leber kann jedoch zu einer Überversorgung führen. Knochen müssen roh sein, gegarte Knochen splittern. Für Tiere, die keine Knochen vertragen, gibt es Knochenmehl oder Eierschalenpulver als Kalziumquelle.
Die Mengen des Rechners beziehen sich auf die Grundbestandteile. Öle für Omega-3-Fettsäuren, Jod über Seealgen und andere Zusätze kommen in kleinen Mengen hinzu. Ein ausgewogener BARF-Plan entsteht über mehrere Tage oder Wochen; nicht jede Mahlzeit muss alle Bestandteile enthalten. Achten Sie auf hygienisches Arbeiten mit rohem Fleisch, um Keime nicht zu verschleppen.
Welpen, Kitten, trächtige oder säugende Tiere und Tiere mit Nieren-, Leber- oder Darmerkrankungen brauchen eine angepasste Zusammensetzung. Besprechen Sie die Umstellung in diesen Fällen mit Ihrer Tierarztpraxis oder einer Ernährungsberatung für Tiere. Für Fertigfutter nutzen Sie den Hundefutterrechner und den Katzenfutterrechner.
Tipps und typische Fehler
Rohfutter planen.
- Idealgewicht: Als Basis.
- Wiegen: Regelmäßig.
- Knochen: Nur roh.
- Hygiene: Sauber arbeiten.
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Häufige Fragen
Wie viel BARF braucht ein Hund am Tag?
Meist 2 bis 3 Prozent des Idealgewichts, bei einem 20-kg-Hund also 400 bis 600 g.
Wie viel Gemüse gehört ins BARF?
Bei Hunden oft 20 bis 30 Prozent, bei Katzen nur wenig oder gar keins.
Darf ich Knochen kochen?
Nein, gegarte Knochen können splittern; nur rohe fleischige Knochen füttern.
Wie viel Leber darf ins BARF?
Nur ein Teil der Innereien, meist etwa ein Drittel, weil Leber viel Vitamin A enthält.
Brauchen BARF-Hunde Zusätze?
Meist Öl für Omega-3-Fettsäuren und eine Jodquelle; Details mit der Tierarztpraxis klären.
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