Haustiere

Parcourszeit und Bewertung im Agility berechnen

Tragen Sie Parcourslänge, die vom Richter gewählte Geschwindigkeit und Ihren Lauf ein. Der Rechner ermittelt SPZ und MPZ, die Fehlerpunkte und die Bewertung.

Parcours und Lauf
Vom Richter festgelegt, je nach Klasse und Schwierigkeit meist 2,5 bis 5 m/s.
MPZ = SPZ × Faktor; laut Ausschreibung oder Richterangabe.
Drei Verweigerungen führen zur Disqualifikation.
Ergebnis

Wie wird ein Agility-Lauf bewertet?

Vor jedem Lauf misst die Richterin oder der Richter den Parcours mit dem Messrad ab und legt eine Geschwindigkeit fest. Daraus ergibt sich die Standardparcourszeit, kurz SPZ. Wer schneller ist, bekommt keine Zeitfehler. Daneben gibt es die Maximalparcourszeit, kurz MPZ, nach deren Ablauf das Team disqualifiziert wird.

Fehler werden in Punkten gezählt. Jede Sekunde über der SPZ kostet einen Zeitfehlerpunkt, auf die Hundertstelsekunde genau gerechnet. Jeder Parcoursfehler, etwa eine abgeworfene Stange, eine verfehlte Kontaktzone oder eine Verweigerung, kostet fünf Punkte. Zeit- und Parcoursfehler ergeben zusammen die Gesamtfehler.

Aus den Gesamtfehlern folgt die Bewertung: vorzüglich, sehr gut, gut oder ohne Bewertung. Bei gleicher Fehlerzahl entscheidet in der Platzierung die schnellere Zeit. Der Rechner zeigt Ihnen nach dem Lauf, wie die Wertung zustande kommt, und hilft beim Training einzuschätzen, welches Tempo für eine fehlerfreie Runde nötig ist.

SPZ=Parcoursla¨ngeGeschwindigkeit; MPZ=SPZ×Faktor; Gesamtfehler=max (0 , Laufzeit−SPZ)+5×(Parcoursfehler+Verweigerungen)\text{SPZ} = \frac{\text{Parcourslänge}}{\text{Geschwindigkeit}};\ \text{MPZ} = \text{SPZ} \times \text{Faktor};\ \text{Gesamtfehler} = \text{max}\,\left(0\,{,}\ \text{Laufzeit} - \text{SPZ}\right) + 5 \times \left(\text{Parcoursfehler} + \text{Verweigerungen}\right)

Beispiel: Parcours 180 m, Geschwindigkeit 3,6 m/s: SPZ 50 Sekunden, MPZ bei Faktor 1,5 genau 75 Sekunden. Das Team läuft 52,37 Sekunden mit einem Stangenabwurf. Zeitfehler 2,37 plus 5 Parcoursfehlerpunkte ergeben 7,37 Gesamtfehler, Bewertung sehr gut. Der Hund war im Schnitt 3,44 m/s schnell.

Bewertungsstufen und Trainingshinweise

Nach dem FCI-Reglement gelten weniger als 6 Gesamtfehler als vorzüglich, weniger als 16 als sehr gut und weniger als 26 als gut. Ab 26 Fehlern gibt es keine Bewertung. Für Aufstiege in höhere Leistungsklassen zählen meist nur fehlerfreie oder vorzügliche Läufe; die genauen Bedingungen stehen in der nationalen Prüfungsordnung.

Die Geschwindigkeit legt der Richter je nach Klasse, Größenkategorie und Schwierigkeit fest. Ob die SPZ auf volle Sekunden gerundet wird, regelt die jeweilige Ordnung beziehungsweise die Praxis des Richters; der Rechner bietet beide Varianten an. Auch der Faktor für die MPZ wird vor dem Lauf bekanntgegeben.

Im Training hilft der Rechner, Zeitziele zu setzen. Messen Sie Ihren Übungsparcours ab und stoppen Sie die Läufe. Die Geschwindigkeit des Hundes in Metern pro Sekunde zeigt Fortschritte unabhängig von der Parcourslänge. Achten Sie darauf, dass Tempo nicht auf Kosten sauberer Kontaktzonen und sicherer Sprünge geht.

Agility ist für Hunde körperlich anspruchsvoll. Junge Hunde sollten erst nach Abschluss des Wachstums volle Sprunghöhen und Slalom trainieren, ältere Hunde regelmäßig tierärztlich durchgesehen werden. Den Energiebedarf aktiver Hunde schätzt der Hund-Kalorienbedarf-Rechner, die Kosten der Ausbildung der Hundeschule-Kosten-Rechner.

Tipps und typische Fehler

Fehlerfrei laufen.

  • Linie: Kurz halten.
  • Kontakte: Sauber trainieren.
  • Tempo: Messen.
  • Aufwärmen: Vor jedem Lauf.

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Häufige Fragen

Was ist die SPZ im Agility?

Die Standardparcourszeit, berechnet aus Parcourslänge geteilt durch die vom Richter gewählte Geschwindigkeit.

Wie viele Fehler gibt ein Stangenabwurf?

Fünf Fehlerpunkte, ebenso eine Verweigerung oder ein Kontaktzonenfehler.

Wann wird man disqualifiziert?

Bei Überschreiten der Maximalparcourszeit, nach drei Verweigerungen oder bei falscher Hindernisfolge.

Wie wird ein Parcours vermessen?

Mit dem Messrad entlang der Ideallinie des Hundes von Hindernis zu Hindernis.

Welche Größenkategorien gibt es?

Nach FCI Small, Medium, Intermediate und Large, mit unterschiedlichen Sprunghöhen.

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