Haushalt & Energie

Effektiven Strompreis pro kWh berechnen

Übernehmen Sie Verbrauch, Abrechnungszeitraum, Arbeitspreis und Grundpreis aus Ihrer Rechnung. Der Rechner zeigt, was eine Kilowattstunde Sie tatsächlich kostet, wenn der Grundpreis und Gutschriften mitgerechnet werden.

Angaben aus der Rechnung
Ihren aktuellen Tarif auf der Rechnung prüfen.
Neukundenbonus, Sofortbonus oder sonstige Gutschriften.
Ergebnis

Stand: Gesetzeslage 2026. Gesetzliche Werte ändern sich. Prüfen Sie im Zweifel die aktuellen Angaben der zuständigen Stelle.

Was kostet eine Kilowattstunde wirklich?

Auf Tarifvergleichen und Rechnungen steht der Arbeitspreis meist prominent, der Grundpreis kleiner daneben. Wer nur auf den Arbeitspreis schaut, unterschätzt aber, was Strom tatsächlich kostet. Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an und verteilt sich auf jede verbrauchte Kilowattstunde. Je weniger Sie verbrauchen, desto stärker treibt er den effektiven Preis nach oben.

Bei 3.000 Kilowattstunden im Jahr, 32 Cent Arbeitspreis und 12 Euro Grundpreis im Monat zahlen Sie 960 Euro für den Verbrauch und 144 Euro Grundgebühr, zusammen 1.104 Euro. Pro Kilowattstunde sind das 36,8 Cent. Der Grundpreis macht also 4,8 Cent pro Kilowattstunde aus und gut 13 Prozent der Kosten.

Ein Neukundenbonus senkt den effektiven Preis im ersten Jahr. Tragen Sie ihn als Gutschrift ein, um zu sehen, was die Kilowattstunde mit Bonus kostet. Für das zweite Jahr ohne Bonus setzen Sie den Wert wieder auf null. Auch kürzere Zeiträume lassen sich rechnen, der Grundpreis wird dann taggenau anteilig berücksichtigt.

Kosten=Verbrauch×Arbeitspreis+Grundpreis⋅12⋅Tage365−Bonus; effektiver Preis=KostenVerbrauch\text{Kosten} = \text{Verbrauch} \times \text{Arbeitspreis} + \frac{\text{Grundpreis} \cdot 12 \cdot \text{Tage}}{365} - \text{Bonus};\ \text{effektiver Preis} = \frac{\text{Kosten}}{\text{Verbrauch}}

Beispiel: 3.000 kWh × 0,32 € = 960 €, Grundpreis 12 € × 12 = 144 €, zusammen 1.104 €. Effektiver Preis: 1.104 € ÷ 3.000 kWh = 36,80 ct/kWh. Monatlich sind das im Schnitt 92 €, der Grundpreis macht 4,80 ct/kWh aus.

Tarife mit dem effektiven Preis vergleichen

Der effektive Preis ist die richtige Größe, um Tarife mit unterschiedlicher Struktur zu vergleichen. Ein Tarif mit niedrigem Arbeitspreis und hohem Grundpreis lohnt sich eher bei hohem Verbrauch, ein Tarif mit niedrigem Grundpreis bei kleinem Verbrauch, etwa in einer Singlewohnung. Rechnen Sie beide Angebote mit Ihrem erwarteten Jahresverbrauch durch.

Achten Sie darauf, Bruttopreise einzutragen, also inklusive Umsatzsteuer, so wie sie für Privatkunden ausgewiesen werden. Strompreise, Netzentgelte und staatliche Bestandteile ändern sich regelmäßig. Die voreingestellten Werte sind nur Beispiele; prüfen Sie den Stand Ihrer eigenen Rechnung oder des aktuellen Angebots.

Bei dynamischen Tarifen schwankt der Arbeitspreis stündlich. Hier können Sie den durchschnittlichen Arbeitspreis aus der Jahresrechnung verwenden, also die Verbrauchskosten geteilt durch die Kilowattstunden. Wärmepumpen- und Heizstromtarife mit eigenem Zähler rechnen Sie getrennt, weil dort andere Preise gelten.

Wie hoch der monatliche Abschlag sein sollte, berechnet der Stromabschlag-Rechner. Zwei Tarife direkt vergleichen können Sie mit dem Stromtarif-Rechner, und was einzelne Geräte kosten, zeigt der Stromkosten-Rechner. Mit dem effektiven Preis aus diesem Rechner werden deren Ergebnisse genauer.

Tipps und typische Fehler

Stromrechnung lesen.

  • Brutto: Preise mit Steuer.
  • Grundpreis: Immer mitrechnen.
  • Bonus: Nur im ersten Jahr.
  • Zeitraum: Tage genau übernehmen.

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Häufige Fragen

Warum ist der effektive Preis höher als der Arbeitspreis?

Weil der feste Grundpreis auf die verbrauchten Kilowattstunden umgelegt wird.

Wo finde ich Arbeits- und Grundpreis?

Auf der Jahresabrechnung oder im Vertrag; achten Sie auf die Bruttowerte inklusive Umsatzsteuer.

Wie rechne ich einen Neukundenbonus ein?

Tragen Sie ihn als Gutschrift für das erste Jahr ein; im Folgejahr entfällt er meist.

Ab welchem Verbrauch lohnt ein hoher Grundpreis?

Wenn der niedrigere Arbeitspreis den Mehrbetrag beim Grundpreis über den Jahresverbrauch ausgleicht.

Gehört der Bonus in den Preis?

Für das erste Jahr ja, für den Vergleich langfristiger Kosten besser ohne.

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