Wie lang muss die Schraube sein?
Eine zu kurze Schraube hält nicht, eine zu lange schaut auf der Rückseite heraus. Für Holzverbindungen gilt als bewährte Faustregel, dass die Schraube etwa zweieinhalbmal so lang ist wie das anzuschraubende Teil dick ist. So sitzt der größte Teil des Gewindes im Unterteil, wo es die Kraft aufnimmt.
Der Rechner prüft zusätzlich zwei Grenzen. Im Unterteil sollte mindestens etwa das Sechsfache des Schraubendurchmessers greifen. Und die Spitze sollte mindestens 5 mm vor der Rückseite enden. Für ein 19 mm starkes Brett auf einer 40 mm dicken Latte mit einer 4-mm-Schraube ergibt das einen Richtwert von 47,5 mm und die Handelslänge 50 mm.
Bei Dübelverbindungen gilt eine andere Regel: Schraubenlänge gleich Dübellänge plus Dicke des Anbauteils plus einmal der Schraubendurchmesser. Dann spreizt die Schraube den Dübel auf ganzer Länge, und die Spitze tritt vorn ein Stück heraus. Der Rechner rundet auf die nächste übliche Länge auf.
Schrauben richtig auswählen
Neben der Länge zählt der Durchmesser. Als grobe Orientierung sollte er bei Holzverbindungen etwa ein Zehntel bis ein Achtel der Dicke des Anbauteils betragen, mindestens aber so groß sein, dass die Schraube nicht abreißt. Für Terrassendielen und Fassadenbretter sind Edelstahlschrauben üblich, im Innenbereich verzinkte oder gelb verzinkte Schrauben.
Teilgewindeschrauben ziehen zwei Holzteile fest zusammen, weil der glatte Schaft im oberen Teil frei dreht. Vollgewindeschrauben eignen sich für Verstärkungen und dort, wo hohe Kräfte in Achsrichtung auftreten. Bei harten Hölzern, nahe am Rand und bei dünnen Leisten sollten Sie vorbohren, damit das Holz nicht reißt.
Die Dübellänge hängt vom Untergrund ab. In Vollziegel und Beton genügen kürzere Dübel, in Lochziegel, Porenbeton und Gipskarton brauchen Sie spezielle Dübel. Bohren Sie das Loch etwa 10 mm tiefer als die Einschraubtiefe, damit Bohrmehl und Schraubenspitze Platz haben, und reinigen Sie es vor dem Setzen.
Für tragende Verbindungen, etwa an Dachstühlen, Balkonen oder Carports, reichen Faustregeln nicht aus. Dort gelten die Zulassung der Schraube und die statische Berechnung. Für Unterkonstruktionen helfen der Ständerwerk-Rechner, der Dachlatten-Rechner und der Terrassendielen-Rechner.
Tipps und typische Fehler
Richtig schrauben.
- Faustregel: 2,5-fach.
- Vorbohren: Bei Hartholz.
- Außen: Edelstahl.
- Tragend: Statik.
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Häufige Fragen
Wie lang muss eine Holzschraube sein?
Etwa 2,5-mal so lang wie das anzuschraubende Teil dick ist.
Wie lang muss die Schraube für einen Dübel sein?
Dübellänge plus Anbauteil plus einmal der Schraubendurchmesser.
Wie tief sollte das Dübelloch sein?
Etwa 10 mm tiefer als die Einschraubtiefe.
Wann sollte ich vorbohren?
Bei Hartholz, nahe am Rand und bei dünnen Leisten.
Was ist eine Teilgewindeschraube?
Eine Schraube mit glattem Schaft, die zwei Teile fest zusammenzieht.
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Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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