Wie viel Fugensand braucht Pflaster?
Nach dem Verlegen werden die Fugen zwischen den Pflastersteinen mit Sand oder feinem Splitt gefüllt. Das Fugenmaterial verkeilt die Steine untereinander, verteilt die Lasten und verhindert, dass sich einzelne Steine bewegen oder kippen. Eine vollständig gefüllte Fuge ist deshalb wichtig für die Haltbarkeit einer Pflasterfläche.
Wie viel Material nötig ist, hängt vom Steinformat, der Fugenbreite und der Steinhöhe ab. Kleine Steine haben pro Quadratmeter mehr Fugen als große. Der Rechner bildet ein Raster aus Stein und Fuge und berechnet, welchen Anteil der Fläche die Fugen einnehmen. Multipliziert mit der Steinhöhe ergibt sich das Fugenvolumen pro Quadratmeter.
Mit der Schüttdichte des Fugenmaterials rechnet der Rechner das Volumen in Kilogramm um und multipliziert mit der Fläche. Die Reserve deckt Verluste beim Einkehren, Fasen an den Steinkanten und das Nachsanden ab. Zusätzlich zeigt er die Fugenlänge pro Quadratmeter, die bei Fugenmörtel oder Unkrautbekämpfung nützlich ist.
Fugen richtig füllen und pflegen
Fugensand wird trocken auf die Fläche gestreut und mit einem Besen diagonal zu den Fugen eingekehrt. Anschließend wird die Fläche abgerüttelt, damit sich das Material verdichtet, und erneut eingekehrt. Diesen Vorgang wiederholt man, bis die Fugen vollständig gefüllt sind. In den ersten Wochen setzt sich der Sand weiter, sodass ein Nachsanden sinnvoll ist.
Als Fugenmaterial eignen sich gewaschener Brechsand, Quarzsand oder feiner Splitt in einer Körnung, die zur Fugenbreite passt. Für schmale Fugen von 3 bis 5 Millimetern ist eine Körnung von 0 bis 2 Millimetern üblich, für breitere Fugen gröberes Material. Spielsand ist zu fein und wird leicht ausgespült.
Gegen Unkraut gibt es spezielle Fugensande mit reduziertem Feinanteil oder Zusätzen, die das Keimen erschweren. Fugenmörtel und kunstharzgebundene Fugen sind wasserdurchlässig oder dicht, je nach Produkt, und halten Unkraut dauerhaft fern. Sie erfordern einen geeigneten Unterbau und eine genaue Verarbeitung nach Herstellerangabe.
Die Zahl der Pflastersteine berechnet der Pflastersteine-Rechner, das Material für Bettung und Tragschicht der Kies-Rechner und Schüttgutmengen allgemein der Schüttgut-Rechner. Bei sehr schmalen Fugen oder Steinen mit großer Fase kann der Verbrauch deutlich vom Rechenwert abweichen; Herstellerangaben haben Vorrang.
Tipps und typische Fehler
Fugen richtig füllen.
- Trocken: Einkehren.
- Rütteln: Und nachkehren.
- Körnung: Passend wählen.
- Nachsanden: Nach Wochen.
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Häufige Fragen
Wie viel Fugensand pro m² Pflaster?
Bei üblichem Betonpflaster mit 3 bis 5 mm Fuge meist etwa 3 bis 8 kg pro m².
Welche Körnung braucht Fugensand?
Für Fugen von 3 bis 5 mm meist 0 bis 2 mm, für breitere Fugen gröberes Material.
Kann ich Spielsand als Fugensand nehmen?
Besser nicht, er ist zu fein, verdichtet schlecht und wird leicht ausgespült.
Wann sollte man Pflasterfugen nachsanden?
In den ersten Wochen nach dem Verlegen und danach, sobald die Fugen sichtbar tiefer werden.
Hilft Fugenmörtel gegen Unkraut?
Ja, weitgehend; er braucht aber einen passenden Unterbau und sorgfältige Verarbeitung.
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