Haustiere

Hundehütte richtig bemessen

Tragen Sie Körperlänge, Schulterhöhe und Brustbreite Ihres Hundes ein. Der Rechner nennt die Innenmaße des Schlafraums, die Maße der Eingangsöffnung, Bodenfläche und Luftraum sowie eine Obergrenze, ab der der Hund die Hütte im Winter kaum noch warm bekommt.

Maße Ihres Hundes
Von vorn gemessen über die Schultern.
Ergebnis

Nicht zu klein und nicht zu groß

Eine Hundehütte muss zwei Ansprüche gleichzeitig erfüllen. Der Hund soll sich darin umdrehen, aufrecht sitzen und ausgestreckt liegen können. Zugleich darf sie nicht so groß sein, dass er sie mit seiner Körperwärme nicht mehr warm halten kann. Genau diese Formulierung findet sich in § 4 der Tierschutz-Hundeverordnung, der für Hunde im Freien eine wärmegedämmte Schutzhütte vorschreibt.

Feste Maße nennt die Verordnung nicht. Der Rechner nutzt deshalb verbreitete Faustregeln: Innenlänge etwa das 1,1-Fache der Körperlänge, Innenbreite mindestens das 1,1-Fache der Schulterhöhe oder drei Viertel der Körperlänge, je nachdem, was größer ist. Die Innenhöhe entspricht dem 1,25-Fachen der Schulterhöhe, das reicht für den sitzenden Hund mit erhobenem Kopf.

Die Öffnung ist bewusst klein. Ihre Höhe liegt bei drei Vierteln der Schulterhöhe, der Hund duckt sich beim Hineingehen kurz. Die Breite beträgt das 1,2-Fache der Brustbreite. So entweicht wenig Wärme und Wind kann kaum hineinblasen. Als Obergrenze für die Innenlänge nennt der Rechner das 1,5-Fache der Körperlänge.

Innenla¨nge=1,1×Ko¨rperla¨nge; Innenbreite=max (1,1×Schulterho¨he; 0,75×Ko¨rperla¨nge); Innenho¨he=1,25×Schulterho¨he; O¨ffnung=0,75×Schulterho¨he hoch , 1,2×Brustbreite breit\text{Innenlänge} = 1{,}1 \times \text{Körperlänge};\ \text{Innenbreite} = \text{max}\,\left(1{,}1 \times \text{Schulterhöhe};\ 0{,}75 \times \text{Körperlänge}\right);\ \text{Innenhöhe} = 1{,}25 \times \text{Schulterhöhe};\ \text{Öffnung} = 0{,}75 \times \text{Schulterhöhe hoch}\,{,}\ 1{,}2 \times \text{Brustbreite breit}

Beispiel: Ein Hund mit 80 cm Körperlänge, 55 cm Schulterhöhe und 25 cm Brustbreite. Der Schlafraum sollte innen 88 cm lang, 61 cm breit und 69 cm hoch sein, jeweils aufgerundet. Die Öffnung misst 42 cm in der Höhe und 30 cm in der Breite. Die Bodenfläche beträgt 0,54 Quadratmeter, der Luftraum rund 370 Liter. Länger als 120 cm sollte der Schlafraum nicht werden.

Bauweise, Dämmung und Standort

Eine gute Hütte steht auf Füßen oder Kanthölzern, damit keine Bodenkälte und Nässe von unten eindringt. Wände, Boden und Dach sollten gedämmt sein, etwa mit doppelten Holzwänden und Dämmmaterial dazwischen. Das Dach braucht Gefälle und einen Überstand, der den Eingang vor Regen schützt. Eine aufklappbare Dachseite erleichtert die Reinigung.

Sehr empfehlenswert ist ein Windfang: Der Eingang führt zunächst in einen kleinen Vorraum, und erst von dort geht es seitlich in den Schlafraum. Die Hütte wird dadurch länger, der Schlafraum bleibt aber gleich groß. Alternativ hilft ein Vorhang aus Kunststoffstreifen vor der Öffnung. Die Öffnung sollte vom Wind abgewandt sein, in Mitteleuropa meist nach Osten oder Süden.

Stellen Sie die Hütte an einen Platz, der im Sommer Schatten bekommt, und so, dass der Hund von dort aus sein Umfeld sieht. Ein flaches Dach nutzen viele Hunde gern als Aussichtsplatz. Zum Einstreuen eignet sich Stroh, das trocken bleibt. Decken und Kissen saugen Feuchtigkeit und frieren im Winter leicht fest.

Die Hütte ersetzt keinen Familienanschluss. Wer seinen Hund überwiegend draußen hält, muss die übrigen Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung erfüllen, einschließlich eines Liegeplatzes außerhalb der Hütte. Frieren, Zittern oder Husten sind Warnzeichen, die Sie tierärztlich abklären lassen sollten. Die berechneten Maße sind Richtwerte für einen gesunden, erwachsenen Hund.

Tipps und typische Fehler

Warme Hütte bauen.

  • Größe: Knapp bemessen.
  • Boden: Auf Füße stellen.
  • Windfang: Vorraum planen.
  • Einstreu: Stroh statt Decke.

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Häufige Fragen

Wie groß sollte eine Hundehütte innen sein?

Etwa 1,1-mal so lang wie der Hund von der Nase bis zum Rutenansatz und so hoch, dass er aufrecht sitzen kann, rund 1,25-mal die Schulterhöhe.

Warum darf eine Hundehütte nicht zu groß sein?

Der Hund heizt den Innenraum mit seiner Körperwärme. Ist der Raum zu groß, bleibt er im Winter kalt.

Wie groß sollte der Eingang einer Hundehütte sein?

Etwa drei Viertel der Schulterhöhe hoch und etwas breiter als die Brust, damit möglichst wenig Wärme entweicht.

Welches Holz eignet sich für eine Hundehütte?

Unbehandeltes oder mit tierverträglicher Lasur behandeltes Nadelholz, etwa Fichte oder Lärche. Keine giftigen Holzschutzmittel.

Braucht eine Hundehütte eine Heizung?

Nicht zwingend, wenn sie gut gedämmt und richtig bemessen ist. Für alte oder kranke Hunde kann eine sichere Heizmatte sinnvoll sein.

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