Was zur Verbundabdichtung gehört
Unter Fliesen in Bad und Dusche sorgt eine flüssig aufgetragene Abdichtung dafür, dass kein Wasser in Estrich, Putz oder Holzbalkendecke gelangt. Fliesen und Fugen selbst sind nicht wasserdicht. Die Abdichtung besteht aus der flächigen Schicht, meist eine Dichtschlämme oder Flüssigfolie, und aus Formteilen für alle Stellen, an denen Bauteile aufeinandertreffen.
Der Rechner addiert Boden- und Wandfläche, multipliziert mit der Zahl der Lagen und dem Verbrauch je Quadratmeter und Lage und schlägt eine Reserve auf. Daraus ergibt sich die Menge in Kilogramm und die Zahl der Gebinde. Das Dichtband wird über die Länge aller Wand-Boden-Fugen und senkrechten Raumecken berechnet.
Innenecken, Außenecken und Manschetten für Rohre und Abläufe zählen Sie einzeln. Sie werden als vorgefertigte Formteile in die erste Lage eingebettet. Der Verbrauch je Lage unterscheidet sich zwischen Produkten deutlich, deshalb ist er als Eingabe frei änderbar. Maßgeblich bleibt das Datenblatt des Herstellers.
Sorgfältig arbeiten statt nachbessern
Der Untergrund muss tragfähig, sauber und trocken sein. Gipsputze und Gipskartonplatten werden vorher grundiert, Zementestrich muss ausreichend ausgetrocknet sein. Zuerst kommen Dichtband, Ecken und Manschetten in die frische erste Lage, danach wird die Fläche vollständig beschichtet. Die zweite Lage folgt erst, wenn die erste nach Herstellerangabe getrocknet ist.
Zwei Lagen sind üblich, damit Fehlstellen der ersten Lage überdeckt werden und die geforderte Mindestschichtdicke sicher erreicht wird. Viele Produkte gibt es in zwei Farben, sodass Sie sofort sehen, ob die zweite Lage überall angekommen ist. Die Schichtdicke im nassen Zustand lässt sich mit einem Messkamm prüfen.
Welche Flächen abgedichtet werden müssen, hängt von der Wassereinwirkung ab. Bodengleiche Duschen sind stärker beansprucht als ein Waschtischbereich. Die Regeln dazu stehen in der Abdichtungsnorm für Innenräume und in den Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller; im Zweifel lieber großzügiger abdichten. Bei Holzbalkendecken und Leichtbauwänden sollten Sie fachkundigen Rat einholen.
Für die anschließenden Arbeiten helfen der Fliesenrechner, der Fliesenkleber-Rechner und der Fugenmasse-Rechner. Kaufen Sie Abdichtung, Band, Formteile und Kleber möglichst aus einem System eines Herstellers. Nur dann sind die Bauteile aufeinander geprüft und eine Gewährleistung des Herstellers greift im Schadensfall zuverlässig.
Tipps und typische Fehler
Bad sicher abdichten.
- System: Ein Hersteller.
- Grundierung: Bei Gips.
- Zwei Lagen: Farbwechsel.
- Formteile: In erste Lage.
Weitere Rechner: Bau & Handwerk
Häufige Fragen
Wie viel Dichtschlämme brauche ich pro m²?
Bei zwei Lagen meist 2 bis 3 kg, je nach Produkt; der Wert steht im Datenblatt.
Muss das Dichtband in die Abdichtung eingebettet werden?
Ja, es wird in die frische erste Lage gedrückt und vollständig überstrichen.
Wie viele Lagen sind nötig?
In der Regel zwei, damit die Mindestschichtdicke lückenlos erreicht wird.
Wie lange muss die Abdichtung trocknen?
Je nach Produkt einige Stunden pro Lage; vor dem Fliesen meist mindestens einen Tag.
Muss auch der Bereich am Waschbecken abgedichtet werden?
Bei geringer Spritzwasserbelastung oft nicht zwingend, eine Abdichtung schadet aber nicht.
- Abdichtung Bad berechnen
- Dichtschlämme Verbrauch
- Flüssigfolie Menge
- Dichtband Bad Meter
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Rechtlicher Hinweis: Die Mengen und Werte sind Richtwerte für die Planung und keine Statik-, Brandschutz-, Elektro- oder Energieberatung. Tragende Bauteile sowie Elektro-, Gas- und Heizungsarbeiten gehören in die Hand von Fachplanern und zugelassenen Fachbetrieben. Herstellerangaben und geltende Vorschriften gehen vor.
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